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Künstliche Intelligenz

Das sind Roboter, die in der Lage sind, im Team zu arbeiten. Mehrere Hundert dieser nur zentimetergroßen Maschinenwesen haben Wissenschaftler schon entwickelt. Eine Roboterkolonie, dessen Mitglieder zusammen eine Art "kollektive Intelligenz" entwickeln, fast wie ein Insektenvolk: Der Maschinenschwarm kann sich selbst koordinieren, flexibel und autonom. Der große Vorteil dieses Systems: Man benötigt keine zentrale Steuerung. Marc Szymanski, Informatiker, TH Karlsruhe:?"Was das Problem für zentrale Steuerung ist, dass halt, wenn der zentrale Rechner ausfällt, dann liegt die ganze Anlage flach, also, es geht nichts mehr, was man deshalb macht, man schaut halt, wie kann man viele einzelne autonome Roboter steuern und da ist natürlich direkt der Blick in die Natur, wie macht die das denn und dort sehen wir die Schwärme, wie Ameisen, Bienen, die sich alle als Individuen in einem Schwarm organisieren und somit komplett überleben und größere Aufgaben erfüllen können" Schwarmintelligenz bei Robotern: Die Maschinenwesen lernen also, ähnlich wie Tierschwärme, aus der Gemeinschaft. In einem ganz neuen Projekt der Universitäten Stuttgart und Karlsruhe können sich die Mikro-Roboter sogar miteinander fortpflanzen. Die Wissenschaftler wollen so erreichen, dass sich die Maschinenwesen selbstständig weiterentwickeln - eine Art Evolution der Roboter. Alle Schwarmmitglieder werden dafür mit einer identischen Programmierung, also quasi mit gleichen Erbanlagen ausgestattet. Im Experiment sollen sie eine Aufgabe lösen, einen Käse finden. Doch zuerst dürfen sie Sex miteinander haben. Dabei tauschen sie Teile ihrer Programmierung aus - wie in der Natur entstehen so ganz neue Kombinationen - das kann für den Einzelnen positiv sein, aber auch von Nachteil. Die Gewinner dieser Evolution sind fitter oder intelligenter als die anderen. Sofort machen sie sich auf den Weg durch ein Labyrinth, um den Käse zu suchen. Schnell sind die Besten am Ziel. Im weiteren Verlauf des Versuchs darf nun bei jeder Begegnung der jeweils fittere Roboter dem unterlegenen Gegenüber seine Programmierung übertragen. Dadurch steigt nach und nach die Fitness des ganzen Schwarms. Bei diesen Experimenten mit künstlicher Intelligenz werden Science Fiction -Alpträume geweckt: Roboter, die sich zusammenschließen und ohne Kontrolle durch den Menschen existieren. Doch Roboter bleiben programmierte Maschinenwesen, die in Zukunft zum Beispiel zur Minensuche oder für die Erforschung des Weltraums genutzt werden könnten.

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