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Madeiras Wälder

Die portugiesische Insel Madeira im atlantischen Ozean. Eine schroffe Schönheit mit vielen Steilhängen und teils undurchdringlichem Grün. Madeira ist über und über bedeckt mit Wäldern. Am bekanntesten sind die Lorbeerwälder, ein Urwald vieler verschiedener Pflanzen, der sich ständig selbst erneuert.Dicht an dicht stehen die Pflanzen auf Madeira nebeneinander und konkurrieren um das spärliche Licht. Auf der Insel wachsen Bäume daher nicht in die Breite, sondern in die Höhe. Viele Gewächse, die woanders nur wenige Zentimeter groß werden, sind auf Madeira mannshoch. Die Lorbeerwälder bedecken etwa 20% der Inselfläche. In ihrem Unterwuchs findet man vor allem Moose und Farne. Die Lorbeerwälder bilden einen Regenwald, der Feuchtigkeit braucht und Wasser speichert. Niederschlag ist hier an der Tagesordnung. Subtropische Pflanzenarten fühlen sich deshalb besonders wohl.Der Name "Fanal" bezeichnet einen kleinen Vulkankrater, der zum Natur- und Erholungsgebiet ernannt wurde. Die Lorbeerbäume, die hier wachsen, bestechen nicht durch ihre Höhe, sondern durch ihr Alter. Sie wuchsen schon, bevor die Insel überhaupt entdeckt wurde. Der Fanal ist ein archaischer Lorbeerwald und eines der Naturwunder Madeiras. Er wird auch als Nebelwald bezeichnet, weil sich hier auf rund 1000 Metern Höhe die Feuchtigkeit sammelt. Zwei Arten sind dominant, der Stinklorbeer und der kanarische Lorbeer. Es sind uralte, knorrige, gigantische Bauriesen, die mit Flechten und Moosen bewachsen sind. Wie Skulpturen ragen sie aus der Wiesenlandschaft. Ein Kunstwerk der Natur.Oberhalb von 1300 Metern ist es für den Lorbeerwald zu kalt, der Heidewald beginnt. Kaum zu glauben, aber diese Bäume sind tatsächlich Erika. Dazwischen wächst die Madeira Heidelbeere, auch sie wird Baumhoch. Ein weiterer imposanter Teil der XXL-Wälder von Madeira.

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