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Megacitys

Wer die Geschichtsbücher wälzt sieht schnell: Städte und auch Stadtstaaten kennt man schon in ganz alten Kulturen. Die Griechen der Antike sprechen von Polis, der Stadtstaat oder auch die Burg und die damit verbundene Siedlung. Bis aus der antiken Polis die heutige Metro-Polis wird, vergehen allerdings mehr als 2.000 Jahre. Im Mittelalter gibt es in Europa einen regelrechten Städte-Boom. Die Bevölkerung wächst, mit ihr auch die Wirtschaft. Händler und Handwerker ziehen in die aufblühenden Städte. Sie entstehen in der Nähe von Flüssen, Burgen oder Klöstern. Dicke Mauern werden errichtet zum Schutz der städtischen Reichtümer. Im 19. Jahrhundert macht die Eisenbahn mobil. Die Industrialisierung bringt neue Arbeitsplätze und damit noch mehr Menschen in die Stadt. Im 21. Jahrhundert ist es dann soweit: Zum ersten Mal in der Weltgeschichte leben mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. Heute zählt die größte Stadt der Welt - Tokio - mehr als 36 Millionen Einwohner. Platz 2 belegt Delhi in Indien mit über 22 Millionen und das brasilianische Sao Paulo liegt mit über 20 Millionen Einwohnern Platz drei. Und die Bewohnerzahl der Mega- Citys werden noch weiter zulegen. Bis 2050 werden laut Prognosen mehr als 9 Milliarden Menschen auf der Welt leben. Die meisten von ihnen in der Stadt. 1950 lebten 70 Prozent der Menschen auf dem Land bis 2050 wird es sich umkehren. Dann werden 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Das trifft vor allem die Entwicklungsländer. Dort wandern Millionen vom Land in die Megastädte und enden häufig in Slums.

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