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Mund und Nase

Am Anfang steht die Nase. Sie saugt die Luft unbewusst und automatisch an. Der Körper braucht zum Leben Sauerstoff, der mit der Außenluft in die Lunge gelangt. Dabei ist die Nasenatmung die bevorzugte Wahl des Menschen und sie ist die gesündere. Denn die Luft wird beim Fluss durch die Nasengänge erwärmt, durch Schleimhäute befeuchtet und gleichzeitig gereinigt. Flimmerhärchen hüllen kleine Schmutzpartikel in Schleim und transportieren sie aufwärts zur Nase und dort werden sie wieder hinaus befördert in Form von Popeln oder so. Gesundheit. Kommt aber eine größere körperliche Anstrengung dazu, erhöht sich der Sauerstoffbedarf und der menschliche Körper braucht mehr Luft. Die bekommt er durch die Mundatmung. Die Luft kommt nun aber kalt, ungereinigt und trocken in die Bronchien. Auf Dauer kann das für die Atmungsorgane schädlich sein. Üblicherweise atmet der Mensch entweder durch die Nase oder durch den Mund. Kommt man aus der Puste, wäre es natürlich praktisch wenn man durch Mund und Nase gleichzeitig Luft holen könnte. Und das geht auch. Zumindest bei manchen. Eine besondere Form der Atmung beherrschen zum Beispiel Didgeridoo-Bläser. Das ist die sogenannte Zirkulationsatmung. Dabei wird ein konstanter Luftstrom erzeugt, der zum dauerhaften Blasen genutzt werden kann. Die nicht ganz unkomplizierte Atemtechnik kann man sich antrainieren. "Bei der Zirkulationsatmung atme ich mit Lunge Luft über den Mund aus. Dann trenn ich mit dem weichen Gaumensegel den Luftstrom ab und behalte die Restluft im Backenraum, dann blas ich Bakenluft aus und atme gleichzeitig durch die Nase ein. Dann öffne ich das weiche Gaumensegel und verwende wieder die Lungenluft." Der Sturm im Wasserglas zeigt, dass hier nicht gemogelt wird. Durch Mund und Nase gleichzeitig zu atmen ist also möglich. Um die Zirkulationsatmung zu erlernen und zu beherrschen bedarf es aber reichlich Training. Und ab und zu muss selbst ein Profi Luft holen. 

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