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Mutterkurs für Momo

Nach Jahren haben die Gorillas im Duisburger Zoo gleich zwei Mal Nachwuchs bekommen. Erst wurde Safiri Mama und wenig später Vizuri. Die klugen Menschenaffen nehmen den Kindersegen gelassen. Anders Tierpflegerin Simone, sie ist fast aus dem Häuschen. Simone Querfurt, Tierpflegerin: "Ich bin wahnsinnig gespannt, wie sich die Jungtiere entwickeln, das sind jetzt schon so kleine Unterschiede, das eine kann den Kopf schon richtig halten, das andere noch nicht, man vergleicht die ständig miteinander und ich bin natürlich auch wahnsinnig gespannt, wie die sich in der Zukunft entwickeln werden, wie die ihren Müttern ähneln werden und so etwas alles, also das ist jetzt einfach eine richtig intakte Gorilla-Familie, die wir hier pflegen und das ist natürlich das größte, was ein Tierpfleger haben kann, dass er die Tiere, die pflegt, in einer intakten Gruppe zusammen leben." Ruhig und entspannt wie die Mütter sind auch die Gorilla-Babys. Die intakte Familie tut allen gut: Momo, die älteste Gorilla-Dame, ist noch nicht Mama, aber sehr interessiert. Das ist gut so, denn Momo ist ein handaufgezogenes Tier und muss noch viel lernen. Simone Querfurt, Tierpflegerin: "Handaufgezogenen Tieren sagt man öfter nach, dass sie zum Beispiel nicht in der Lage sind, ein Jungtier richtig aufzuziehen. Und deswegen hatten wir zuerst auch Angst, was passiert, wenn die Momo zum Beispiel als Erste ein Kind bekommt, das ist eben nicht der Fall, sie ist auch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht schwanger, aber das tolle ist, dass sie sich wahnsinnig für die neuen Jungtiere interessiert, also die war von Safiris Baby wahnsinnig fasziniert, sie durfte nie so nah da dran, hat aber immer in zwei Meter Abstand gesessen und es einfach nur angeschaut, die ganze Zeit, oder wenn die Safiri mal nicht so aufmerksam war, ist sie näher heran gegangen und hat vielleicht mal vorsichtig dran geschnuppert, und das ist jetzt bei dem Baby von der Vizuri genauso, dass sie eben die ganze Zeit der Vizuri auf der Pelle hängt und sich das Kind anschaut, die Vizuri ist auch ein bisschen ja großzügiger, sag ich mal, also da darf die Momo auch jetzt schon dran riechen oder das mal berühren oder so - und deswegen sind wir uns jetzt eigentlich sehr sicher, dass wenn die Momo selber mal ein Kind kriegen sollte, dass sie dann eben auch weiß, wie man sich darum kümmert und sie das auch sehr, sehr liebevoll behandeln wird." Mütter mit Kindern gibt es jetzt schon eine Menge im Duisburger Zoo. Wenn die Gorilla-Familie weiter so wächst, wird in Zukunft alles noch einfacher werden. Denn: Simone Querfurt, Tierpflegerin: "Was hier in der Gruppe natürlich noch fehlt, es gibt keine älteren Töchter, also das wird natürlich bei den nächsten Jungtieren, die hier geboren werden, kann ich mir vorstellen, dass die Mütter die Babys dann früher abgeben, weil dann eben eine ältere Tochter oder eine Schwester eben da ist, die das Baby trägt, zu der das Weibchen Vertrauen hat, da es eben das eigene Kind ist und die natürlich selber daran interessiert ist solche Erfahrungen zu sammeln und auch mal ein Baby zu tragen. Das fehlt hier noch, aber das werden wir in einigen Jahren dann auch haben." Die intakte Gorilla-Familie wird den Tierpflegern noch Freude bereiten - aber auch Gorilla-Dame Momo, die weiterhin viel von den Müttern lernen wird.

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