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Nährwertangaben bei Food Products

Guten Appetit! Was gibt's heute? Fisch mit Reis und Gemüse - fertig vorgekocht. Doch was ist da eigentlich drin - wie viel natürliche bzw. künstlich erzeugte Stoffe, wie viel Vitamine und Geschmacksverstärker? Angegeben werden diese Werte in der Regel in der Nährwerttabelle auf der Verpackung. Hersteller die mit Prädikaten wie fettfrei oder Kalorienarm werben, müssen mindestens folgende Angaben auflisten: Brennwert, Eiweiß, Kohlenhydrate, Zucker, Fett, Ballaststoffe und Natrium - also Salz Bestimmt werden die Nährwertangaben in Laboren wie der Wiener Lebensmittelversuchsanstalt. Hier kommt das Menu in den Mixer, wird in seine Bestandteile zerlegt und auf die wichtigsten Inhaltsstoffe untersucht. In diesem Gerät werden Stoffe aufgrund ihrer Eigenschaften aufgeschlüsselt und von einem Detektor gemessen. Die Kurven bzw. der Bereich zwischen den Kurven verrät den Zuckergehalt des Essens. Der Nährwert der Kohlehydrate in Lebensmitteln wie Reis wird ähnlich berechnet. Sind alle Inhaltsstoffe klar wird der Wasseranteil abgezogen. Übrig bleiben die Kohlehydrate. Zurück im Labor. Der Fettgehalt des Essens wird bestimmt. Dafür muss das Fett in Säuren und Benzin gelöst werden. So kann es dann gewogen werden. Unterschieden wird zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Die ungesättigten Fettsäuren sind gute, wichtige Energielieferanten. Die gesättigten Fettsäuren dagegen führen uns zwar Energie zu, wegen ihrer chemischen Struktur sind sie aber reaktionsträge und können den Cholesterinspiegel erhöhen. Eiweiße sind der dritte wichtige Nährstoff. Auch ihr Anteil an dem Fertiggericht wird analysiert. Dazu wird die mit Salzsäure aufgeschlossene Probe mit Sauerstoff versetzt. Das führt dazu, dass der Stickstoffanteil des Proteins farblich reagiert und Prozentual angegeben werden kann. Aus der Summe der Nährstoffangaben ergibt sich der Energiewert des Essens also sein Kaloriengehalt. Ein Erwachsener benötigt je nach körperlicher Anstrengung etwa 2000 Kilokalorien pro Tag. Viele Lebensmittel werden nicht ständig neu untersucht, ihre Werte sind längst bekannt und stehen in offiziellen Nährwerttabellen. Kennt man also die mengenmäßigen Zutaten eines Gerichtes kann dessen Nährwert oder Kaloriengehalt einfacher errechnet werden. Die Laboranalyse dient jedoch immer der Überprüfung. Da Vitamine von der Zubereitungsweise des Essens abhängen, werden sie häufig nicht in der Nährwerttabelle angegeben. Bei Säften werden sie ausgewiesen. Der Vitamingehalt gilt allerdings nur bei geschlossenen Flaschen. Denn die Vitamine reagieren auf Sauerstoff und verfliegen schnell. Mit Hilfe der Nährwerttabelle weiß der Mensch also zumindest grob, was er isst. Viele Informationen. Hoffentlich ist Ihnen darüber nicht der Appetit vergangen.

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