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Namibia

Namibia zählt zu den wohlhabenden Ländern Afrikas. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1990 hat sich hier vieles getan: Die politische Stabilität brachte die Wirtschaft voran. Aber auch die natürlichen Gegebenheiten und die geostrategisch günstige Lage tragen zu einem Aufschwung bei. Die Motoren der Wirtschaft Namibias sind der Bergbau, die Landwirtschaft, die Fischerei und der Tourismus. Rund ein Drittel des Bruttosozialproduktes wird vom Bergbau erwirtschaftet: Denn im Boden Namibias verbergen sich riesige Schätze: Gold, Uran, Silber, Zink und Kupfer, Blei, Zinn, Marmor und Granit. Und: Diamanten, der wichtigste Rohstoff. In Namibia werden die edelsten und teuersten Steine der Welt gefördert. Die Firma Namdeb, die zur Hälfte dem Staat gehört, produziert jährlich mehr als eine Million Karat. Namdeb ist das wichtigste Unternehmen Namibias. 10 Prozent des gesamten Bruttoinlandproduktes erwirtschaftet die Firma, Namdeb ist der größte Arbeitgeber. Fast die Hälfte der gesamten Arbeitsplätze im Land sind in der Landwirtschaft. Allerdings werden die Arbeiter dort sehr schlecht bezahlt. Seit Namibia 1990 eine 200 Seemeilen Zone eingerichtet hat, die nur namibische Unternehmen befischen dürfen, hat sich die Fischerei im Land zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt. 15.000 Menschen sind dort beschäftigt. Der überwiegende Teil der Fänge wird exportiert. Mit der Unabhängigkeit hat sich auch der Tourismus entwickelt. Fast eine Million Menschen kommen jedes Jahr nach Namibia, um die Schönheit des Landes zu entdecken. Den Gästen soll es hier an nichts fehlen. Der neuste Trend: Dünenskifahren. Auf dem Matterhorn, so nennen Einheimische die große Sanddüne, wird gecarvt. 114 Meter ist sie hoch. Namibia ist zwar das drittreichste Land Afrikas, aber das Reichtum ist ungleich aufgeteilt. Das Durchschnittseinkommen liegt bei 120 Euro pro Kopf, 40 Prozent der Erwerbsfähigen sind arbeitslos. Jeder fünfte Einwohner zwischen 15 und 49 Jahren ist HIV-positiv. Damit die ganze Bevölkerung vom Aufschwung profitieren kann, muss Namibia noch einiges tun.

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