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Öko-Möbel

Weil die Öko-Möbel-Branche mittlerweile mit Top-Designern kooperiert, sehen sie immer besser aus: Die gesunden Öko-Möbel. Doch was unterscheidet einen Öko- Holzstuhl eigentlich von einem normalen? Elke Kauffmann, Ökocontrol "Öko-Möbel ist kein geschützter Begriff. Es haben sich in Deutschland und Österreich allerdings rund 50 Händler zusammen geschlossen und ein eigenes, ziemlich strenges System entwickelt und dem Ökocontrol-Prüfsystem liegen konkrete Kriterien zugrunde." Folgende Kriterien müssen für den Erhalt des Ökocontrol-Siegels mindestens erfüllt werden: Die Möbel werden aus Massivholz oder Tischlerplatte gefertigt. Ihre Oberflächen sind mit Naturöl oder Wachs behandelt. Und: Es wird kein Tropenholz verwendet. Solche Qualität hat ihren Preis. 899 Euro kostet der Designerstuhl "Podera". Von der gleichen Firma gibt es derzeit einen ähnlichen Stuhl 500 Euro günstiger. Wem auch das zu teuer ist, den Lederhocker von Ruhe&Raum gibt es für 198 Euro. Ein Trost für den Preis: Das Design ist zeitlos, das Material langlebig. Ein wichtiger Aspekt. Denn alleine in Deutschland landen jährlich 7 Millionen Tonnen Möbel auf dem Sperrmüll. So erklärt sich ein neuer Designtrend. Wie in der Kölner Boutique KO-J. (Gesprochen: Koi) Hier gibt es ausschließlich schöne Dinge aus recycelten Materialien. Auch eine Art, die Umwelt zu schonen. Oft origineller und billiger als exklusive Naturholzmöbel. Für 129 Euro ist der Spiegel mit dem Autoreifen-Rahmen zu haben. Es gibt sogar einen Tisch aus alten Autoreifen. Der dazugehörige Hocker wird für 49 Euro verkauft. Ein Hocker aus Zaundraht kostet immerhin 299 Euro. Für den gleichen Preis gibt es einen fahrbaren Couchtisch aus einem alten Ölfass. Entworfen in Köln, produziert in Indonesien. Recycling heißt hier nicht, dass es ein Bio-Naturprodukt ist. Aber mit solch coolen Accessoires und Möbelstücken aus alten Fässern oder Reifen kann man sich schon deutlich von "Billy", "Knut" oder "Hilda" abheben. 

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