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Osteoporose

Osteoporose Patientinnen bei der Wassergymnastik. "Knochenschwund" heißt ihre Krankheit im Volksmund, denn die Knochen werden mit der Zeit brüchig. Apollonia Noll leidet seit 10 Jahren an der Erkrankung. Plötzlich auftretende, starke Schmerzen irritierten sie. Apollonia Noll, Osteoporose-Patientin: "Bei mir fing das so an, dass ich ein unerklärliches Brennen in den Schienbeinen, in den Knochen, hatte, vor allem beim Treppensteigen. Und das konnte ich mir nicht erklären und da bin ich mal zum Arzt gegangen und habe nachgefragt, was das sein könnte und dann wurde lange hin und her überlegt, was das sein könnte, und es hat doch fast 3 Jahre gedauert, bis jemand erkannt hat, es ist Osteoporose."Im Alter ab 40 Jahren bauen die Knochen bei jedem ab, sie verlieren Kalzium, ein Mineral, das die Knochen stark macht. Bei Osteoporose-Patienten werden die Knochen jedoch dünner und weicher als bei gesunden Menschen - sie brechen. Über 7 Millionen Menschen sind in Deutschland von der Osteoporose betroffen. Ihre Krankheit wird bisher häufig sehr spät erkannt, doch mit der Meeresforschung könnte sich das ändern. Wissenschaftler untersuchen schon lange den Kalziumgehalt von Meeresbewohnern, um beispielsweise ihr Alter zu bestimmen. Diese Messmethode könnte zukünftig die Osteoporose-Diagnostik verbessern. Prof. Dr. Markus Bleich, Grundlagenforscher: "Die Mediziner haben das Problem der Osteoporose-Erkrankung bei ihren Patienten, die sie behandeln müssen, die sie diagnostizieren müssen, und dazu müssen wir verstehen, wie Osteoporose funktioniert, was im Knochen passiert, welche Mechanismen dahinter stecken; und hier haben wir jetzt durch die Techniken in der Meeresforschung eine neue Möglichkeit diagnostisch vorzugehen und Kalziumabbau am Knochen sichtbar zu machen." Auch Apollonia Noll glaubt, dass eine frühere Diagnosestellung dem Patienten helfen könnte. Der Umgang mit der Krankheit fiele dann leichter. Apollonia Noll, Osteoporose-Patientin: "Wenn es früh genug erkannt wird, dann hat man sich langfristig darauf eingestellt, man weiß, wie man es handhabt, man weiß, man geht alle 3,4 Jahre zur Knochendichtemessung und wenn die Knochen dann gleichbleibend sind oder nicht viel schlechter geworden sind, dann weiß ich, diese ganze Arbeit hat sich gelohnt." Heilbar ist die Krankheit nicht, aber die Patienten lernen damit zu leben. Das bedeutet:  Medikamente, eine Calcium-reiche Ernährung und vor allem viel Bewegung.

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