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Plastikmüll im Pazifik

Mitten im Pazifik: Zwischen Nordamerika und Japan fischt Wissenschaftlerin Nicole Agrikropolos Plastikmüll aus dem Meer. Abfälle, die durch Menschen, Wind und Flüsse im Ozean gelandet sind. Das hier, so sagt sie sieht aus wie ein Teil einer Flasche, drinnen leben sogar einige Krabben. Durch die Strömung sammelt sich der Plastikmüll hier im Pazifik, in einem gewaltigen Meeresstrudel. Eine Unterwasser - Müllhalde: Hier ein Knäuel aus alten Fischernetzen. Muscheln und mach andere Kleinstlebewesen verheddern sich im Müll und landen so in Regionen die sie aus eigener Kraft nie erreicht hätten. Eine Forschungsexpedition: Amerikanische Wissenschaftler untersuchen den Zustand des Pazifiks und sind schockiert: "Wir können immer noch nicht fassen, was wir hier alles finden. Den ganzen Plastikkram, den wir von zuhause kennen, fischen wir hier wieder aus dem Meer. Wir haben schon Bierkisten gefunden, alle möglichen Flaschen, Rasierklingen, Schuhe, Zahnbürsten. Alles was wir aus Plastik benutzen, sehen wir wieder im Ozean." Ein ernstes Umweltproblem, dessen Auswirkungen die Expeditionscrew erforschen will. " Wir testen jetzt erst einmal etwa 1200 Meilen hinter Kalifornien um zu sehen wie es hier aussieht, im Vergleich zum Müllstrudel der noch 200 Meilen entfernt ist." Mit feinmaschigen Netzen durchsieben sie das Meer. Der Inhalt wird analysiert. Hier zum Beispiel besteht 90 Prozent der Probe aus Plastik, zerlegt durch Wellen und UV Strahlen in kleinste Partikel. Die Forscher beobachten, wie Quallen Plastik fressen. Erschütternde Ergebnisse: Wir sehen kaum noch Lebewesen gesehen, fasst nur noch Müll, sagt diese Wissenschaftlerin. Das ist einfach verheerend. Wir sehen hier die Auswirkung unseres Mülls auf unsere Ökosysteme.Die Feinanalyse im Schiffslabor bestätigt den Verdacht, dass der Müll Tiere und Pflanzen schädigt: Die Wissenschaftler haben hochgiftige Substanzen nachweisen können, die sich an den Plastikteilchen ablagern. Zum Beispiel Insektizide oder krebsauslösende Chlorverbindungen. Wenn diese giftigen Stoffe von Kleinstlebewesen gefressen werden, gelangen sie am Ende der Nahrungskette auch zum Menschen. Plastikmüll im Meer mit tödlichen Folgen: Das ökologische Gleichgewicht gerät aus den Fugen. Die Uhr tickt. "Wenn es uns nicht gelingt alle Menschen auf der Welt aufzurütteln, dann waren unsere Bemühungen umsonst. Wir können nicht länger tatenlos zusehen." Das amerikanische Forschungsteam ist inzwischen wieder nach Kalifornien gesegelt. Dort arbeiten die Wissenschaftler an einer Lösung, wie man den Ozean vom Plastikmüll befreien kann.

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