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Ratingagenturen

Schlechte Nachrichten für die Wirtschaft - in der Vergangenheit kamen sie häufig aus New York. Denn dort sitzen die Zentralen der drei einflussreichsten Ratingagenturen. Ganze Staaten können sie unter Druck setzen. Griechenland, Portugal, Spanien. Es werden immer mehr Länder, deren Kreditwürdigkeit heruntergesetzt wurde. Diese versuchen nun gegenzusteuern. Umfangreiche Sanierungspläne sollen helfen, Wachstum wieder zu ermöglichen, Haushaltsdefizit und Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen. . Der Sparkurs schmerzt, Politik muss beruhigen, das eigene Volk, aber auch die Anleger. Der Einfluss der Ratingagenturen ist kaum zu unterschätzen. Standard & Poor's, Moody's und Fitch - sie alle prüfen Unternehmen, Banken, Staaten und verteilen Noten von A bis D. A steht für eine sichere Anlage und D für Zahlungsausfall. Für eine genauere Einstufung gibt es auch mehrere Buchstaben. 3 A's werden so zur Bestnote dann folgen 2 A's und so weiter. Börsenmakler weltweit orientieren sich an diesen Noten. Halten oder Abstoßen, Investoren entscheiden vor allem mit Hilfe der Ratings über Aktien und Staatsanleihen. Doch spätestens seit der Lehmannpleite weiß die Welt: Ratingagenturen liegen nicht immer richtig, sind auch nicht wirklich unabhängig, selbst wenn andere ihnen diese Eigenschaft zuschreiben. Die spektakuläre Pleite der Investmentbank Lehman Brothers ist nur ein Beweis dafür. Bestnote - AA A ?- Fehlanzeige! Doch während Lehmann nicht mehr existiert, bewerten Ratingagenturen weiter. Auch Europa schaut nun genauer hin.

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