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Reich unter Armen

Rio de Janeiro ist für die meisten Urlauber die schöne Strandmetropole. Doch etwas abseits der Hotelkomplexe trifft man auf das wahre Rio. Und das hat zwei Gesichter: Reichtum und Armut. Besonders in den Hängen der Stadt leben die Armen unter einfachsten Verhältnissen. Heute findet in einem der Viertel ein großes Ereignis statt, die Fußball-Juniorenmeisterschaft. Und einer ist dabei, der den Aufstieg geschafft hat, der beide Seiten kennt: Fußballstar Zico. Der Sport hat ihn zum Millionär gemacht. Zico unterstützt heute seine Geburtsstadt und talentierte Kinder aus armen Verhältnissen. Zico, Fußballstar: "Ist es eigentlich schwer in Rio seinen Reichtum zur Show zu stellen? Ja, das ist schon schwer. Es gibt hier so viele Probleme, so viele arme Leute, der Reichtum ist so ungleich verteilt, dass alle, die es sich leisten könnten, Angst haben ihren Luxus zur Show zur stellen. Wenn man aber mit Würde, Ehrlichkeit und Schweiß sein Geld verdient hat, kann ich nichts Falsches daran sehen, das auch zu zeigen. Das ist kein Luxus, das ist bloß der Beweis, dass du es zu etwas gebracht hast in deinem Job." Reich sein in einem armen Land bringt noch weitere Probleme mit sich, etwa eine hohe Kriminalitätsrate. Private Sicherheitsdienste sind deshalb in den nobleren Vierteln Rio de Janeiros keine Seltenheit. Wer in einer derart armen Stadt reich ist, der muss Vorkehrungen treffen. Lenny Niemeyer, Bikinifabrikantin: "Die sind wie Panzerglas, wir brauchen das schon aus Sicherheitsgründen. Solche Details sind in Rio wichtig, das ist nicht ganz so romantisch, wie es auf den ersten Blick aussieht." Die Kluft zwischen Arm und Reich in Rio wird immer größer. Aber das ist wohl kein Wunder, bei den Dimensionen: In der lateinamerikanischen Metropole wohnen über 10 Millionen Menschen. Wobei wenigen Reichen viele Arme gegenüber stehen. Für die Einwohner Rio de Janeiros bedeutet das viele Probleme, egal, ob arm oder reich.

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