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Rückengymnastik

Bereits seit 8 Jahren leidet Claudia Bastas an chronischen Rückenschmerzen. Massagen, Medikamente und zahlreiche Arztbesuche haben keinen Erfolg gebracht. Zweimal hatte sie schon einen Bandscheibenvorfall. Nun sucht sie Rat bei Dr. Siebel in einer Reha-Klinik. Claudia Bastas: „Ich hab Schmerzen im unteren Rücken, die ziehen in die rechte Hüfte und ins linke Knie rein.“ Claudia Bastas arbeitet in einer Bäckerei. Frühes Aufstehen und schwere Platten tragen gehören zu ihrem Arbeitsalltag. Täglich plagen sie Schmerzen - eine seelische und körperliche Belastung. Claudia Bastas „Die sind mal mehr, mal weniger. Also das kommt drauf an, wenn ich morgens auf der Arbeit viel heben muss und viel im gebückten Zustand mache dann ist es über den Tag über schlimmer oder wenn ich lang liege. Wenn ich mal länger schlafe, dann ist es auch schlimmer.“ Schuld an klassischen Rückenschmerzen sind oftmals Bewegungsmangel, Übergewicht und Haltungsschäden. Durch mangelnde Bewegung bauen sich die Muskeln ab, das Skelett wird nicht mehr genügend gestützt. Die Balance zwischen Bauch- und Rückenmuskulatur, die ja eigentlich die Wirbelsäule stabilisiert, ist gestört. Die Folge: Man wird ins Hohlkreuz gezogen. Arzt„: Dadurch dass man ins Hohlkreuz gezogen wird verkürzt sich die Muskulatur in einem gewissen Bereich, speziell der unteren Lendenwirbelsäule. Und als Reaktion darauf ist es dann so, wie man das hier im Modell sieht, letztendlich so kleine Teile der Wirbelsäule, solch kleinen Gelenke überlastet werden und durch diese, Ja, Hohlkreuzhaltung.“ Und das drückt auf die Nerven. Der klassische Schmerz ist da. Bewegung lautet das Rezept. Durch Krafttraining und Ausdauersport ein stützendes Muskelkorsett aufbauen. Am besten eignen sich Sportarten wie Fahrrad fahren, Schwimmen oder Walken. Denn die haben einen ganz besonderen Effekt. Arzt „Letztendlich durch die vermehrte Durchblutung werden auch gewissen Regionen, die eben der Ernährung bedürfen, sprich, die auch schwer zu ernähren sind von dem Körper sprich die Beinscheiben und auch Beinstrukturen mit versorgt.“ Generell gilt: Je mehr Bewegung im Alltag desto besser für die Wirbelsäule. Es muss nicht immer gleich ein Fitness-Center sein. Schon mit kleinen Übungen täglich können Sie sich eine extra Portion Rückentraining zu Hause verschaffen. Und so Rückenschmerzen langfristig vorbeugen. Krankengymnast„: Zu Hause können Sie es dann einfach so machen, dass Sie sich auf die Tischkante legen und einfach das Bein runter hängen lassen ohne dass da jemand nachhilft.“ Eine simple Dehnübung mit großer Wirkung. Arzt „Das ist eine der Übungen, die man durchführen kann um letztendlich die verkürzte Muskulatur, die vorne an der Wirbelsäule ansetzt und dann bis zum Oberschenkel zieht, dehnt. Diese Verkürzung der Muskulatur führt dazu, dass ich sozusagen in das Hohlkreuz gezogen würde, wenn ich sie eben nicht dehne.“ Bei der nächsten Übung stärkt die Patientin die Bauchmuskeln. Diese sollen die Wirbelsäule stabilisieren. Hände seitlich an den Kopf und den Oberkörper etwas anheben. Eine Übung, die auch für ältere Patienten geeignet ist. Durchaus.“ Arzt „Also Sie sehen ja, das ist nicht dynamisch. Also selbst jemand, der eine Osteoporose hat kann das ohne Problem machen. Es ist ja nicht wirklich ne richtig dynamische Bewegung, wie man das bei diesen klassischen Sit-Ups eben sieht, sondern Sie sehen eine minimale Bewegung, die kann auch langsamer durchgeführt werden. Zum Schluss ist der Rücken an der Reihe. Bei diesem Training sollen die Muskeln an der Wirbelsäule gestärkt werden. Krankengymnast„: Die Patientin drückt in der diagonalen. Rechten Arm in die Unterlage mit dem linken Knie zusammen in die Unterlage drücken. Oder andere Diagonale, linker Arm und rechtes Knie drückt in die Unterlage.“ Jeweils 12 Sekunden lang halten. Fehlstellungen kann so vorgebeugt werden. Denn starke Muskeln an Bauch und Rücken stabilisieren die Wirbelsäule.

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