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So macht man... Kaffeepads

Ein Knopfdruck bringt genau eine Tasse Kaffee. Kaffee kochen leicht gemacht, mit Hilfe dieser kleinen Pads. Einfach und schnell geht das. Kein Wunder, dass die Kaffeepads immer beliebter sind. Aber was ist drin in den kleinen Wachmachern? Und wie machen sie den typischen, feinen Schaum? Die Bohnen für die Pads kommen aus den unterschiedlichsten Ländern. Aus Südamerika, aus Indien. Und geben je nach Herkunft dem Kaffee seine individuelle Note. Hier in dieser Kaffeerösterei entstehen solche Pads. Alles beginnt mit der Lagerung der Bohnen in großen Säcken. In Silos werden sie dann gereinigt und zwischengelagert. Jede Sorte in einem eigenen Behälter. So lassen sie sich ganz einfach mischen. Per Knopfdruck bestimmt der Röstmeister, wie viel von welcher Sorte ins Pad kommt. Bei 210 Grad werden die hellen Bohnen durchgeschüttelt. Ganz gleichmäßig. Lieber etwas länger und nicht zu heiß. "Wir haben den Kaffe jetzt 10 Minuten in dieser Trommel drin, dadurch entwickelt der Kaffee sich gleichmäßig und dadurch kommt der gute Geschmack."Auf den Geschmack kommts natürlich an. und auf die einheitliche braune Farbe. Auch die muss stimmen. Stichprobenartig werden ein paar Bohnen gemahlen. Mit einem Messegerät wird die Farbe überprüft. Stimmt die Bräunung, werden die Bohnen in der Mühle zu Pulver verarbeitet. Der Mahlgrad ist fein. Das ist wichtig für die Pads. Denn nur so erreicht das Wasser später die richtige Durchlaufgeschwindigkeit. Und das ist entscheidend für einen schönen Schaum. Außerdem wichtig für den Schaum: die Verpackung der Pads. "Bei diesen Pads, da ist das obere und untere Papier unterschiedlich. Das untere ist feiner, das obere gröber. Das Wasser geht leichter durch das gröbere Papier durch und schwerer durch das feinere Papier. Und dadurch entsteht die Crema."Wasser wird also mit Hochdruck durch das Pad gepumpt. Durch das Pad und durch 7 Gramm Kaffeepulver. Denn genau so viel stecken in dem kleinen Kaffeeknopf. Und so werden die Pads gefüllt: feines Fließ unten, Pulver drauf und ein grobes Fließ nach oben. Dann alles zusammen schweißen und ab in die Tüte. Jetzt kann er also beginnen, der perfekte Kaffeegenuss. Einziges Manko: eine Tasse kostet 8-15 Cent. Etwa doppelt so viel wie eine Tasse normaler Filterkaffee. Dafür kommt aber auch jeder Kaffeliebhaber auf seine Kosten: Pads mit Kofffein, Pads ohne Koffein, mit Schoko- oder Vanillegeschmack, Cappuccino oder Latte Macchiato mit Milchpulver. Alles, was das Herz begehrt. Ob zum wach werden oder für Zwischendurch. Die Pads haben sich durchgesetzt. Denn schneller kommt man nicht zu seinem Kaffee.

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