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Sorgen um Koalababy Gundera

Koalas leben auf Bäumen. Eukalyptusbäumen. Ihre Lieblingsspeise sind die grünen Blätter, aber manchmal fressen sie auch die Rinde der Bäume, an denen sie hängen. Nur Sorgenkind Gundera frisst nicht mehr. Tierpfleger Mario Chindemi hat das Koalababy beim Arzt untersuchen lassen, trotzdem weiß er nicht, was ihr fehlt: "Also das ist ja hier unsere Jüngste, die Gundera. Und die macht uns seit 17 Tagen, 20 Tagen ein bisschen Sorgen. Die frisst nicht selbstständig. Wir wissen nicht warum. Wir haben schon alles gemacht, mehrfach in die Tierklinik gefahren. Wir haben natürlich nicht alle Apparate vor Ort. Durch ein CT geschoben, geröntgt, Lunge gemacht, alles ist untersucht worden. Alles ist untersucht worden. Organisch ist die eigentlich kerngesund. Wir haben keine Symptome, dass die krank ist. Blutbild, alles ist in Ordnung. Aber sie frisst halt nicht und verliert viel Gewicht. Jetzt füttern wir sie seit gut 17 Tagen mit Milch zu und das werden wir jetzt mal vorbereiten, das nimmt sie eigentlich ganz gut und wir hoffen, dass sie irgendwann wieder den Schalter umlegt und dann plötzlich wieder anfängt zu fressen. Und wir vielleicht nie raus finden werden, warum war sie denn krank."Für Koalas gibt es nur eines: Eukalyptus. Mit nichts anderem kann man sie locken. Ein ganzes Kilo müsste Gundera jeden Tag fressen. Die Tiere, die sonst vor allem in Australien leben, schlafen fast 20 Stunden am Tag, den Rest fressen sie. Da Gundera auch mit allen Tricks nur noch ganz wenig frisst, mischt Mario Chindemi einen Eukalyptusbrei, der Gundera dabei helfen soll, ganz schnell wieder gesund zu werden. "So Schätzchen, Futter ist fertig." Bevor Gundera ihren Brei bekommt, muss sie allerdings erst einmal auf die Waage. Ausgewachsene Koalas wiegen bis zu 14 Kilogramm. Gundera hingegen: "So, heute morgen war sie 3940 Gramm. Mal gucken. Setz dich mal drauf Süße. Setz dich mal drauf hier. Prima. Jetzt: 3920. 20 Gramm Gewicht verloren. Aber das ist normal bei dem Stress, den sie heute Morgen schon hatte, Tierklinik und alles. So, komm mal her. Jetzt gehen wir zur Küche." Koalas sehen zwar nicht besonders gut, aber ihre Nase erzählt ihnen viel über ihre Umgebung: Auch darüber, dass in der Spritze Fressen ist. "Dann mache ich die einmal kurz sauber. Damit der Mundwinkel nicht so verschmiert. Die ersten drei Tage hat sie sich gesperrt, da wollte sie überhaupt nicht. Man darf aber nicht zu viel Zwang ausüben, sonst kann das in die Luftröhre kommen. Mittlerweile ist das schon so, wenn sie merkt, die Hand geht zum Maul, dann geht das alleine auf und man braucht dann nur eben ein bisschen rein geben, nicht zu viel und dann fängt sie auch an zu kauen und schluckt es runter." Danach der unangenehme Teil: "Aber wir müssen den Mund waschen, denn dieser klebriger Brei, der würde sonst im Fell vertrocknen und da setzen sich ganz schnell Pilze und so was rein. Und die kriegen Infektionen am Mund. Also müssen wir das richtig putzen, wie es die Mutter mit ihrem Kind zuhause auch macht. Bloß die spucken ja meistens in irgendein Handtuch oder so und wir nehmen den Wassernapf." Der Brei zeigt seine Wirkung: "Prima. 3960, ja. Sogar mehr. 3980. Prima. So und nun setzen wir dich hier oben hin, dann kannst Du direkt in die Blätter spazieren. Tschüß." Koalababy Gundera darf sich jetzt ausruhen. Sie schläft sich gesund.

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