wissen.de
Total votes: 38
VIDEO

Staub

Kaum gewischt, ist der Staub auch schon wieder da. Er ist überall und sammelt sich vor allem dort an, wo wir selten hinschauen. Staub ist der größte Feind im Haushalt. Immer wieder bekämpfen wir ihn hartnäckig mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen. Eberhard Schmidt ist ein echter Staubexperte. Seit über 25 Jahren forscht der Professor an der Uni Wuppertal und nimmt Wollmäuse genau unter die Lupe. Die wichtigste Erkenntnis dabei: Staub ist nicht gleich Staub. Es gibt ganz viele verschiedene Komponenten. Zusammen vermischen sie sich dann zum Hausstaub. Prof. Dr. Eberhard Schmidt, Staubexperte: "Staub besteht zum größten Anteil aus Fasern, wie man hier sieht, Fasern, die von Kleidung kommen, von Wäsche kommen, von Teppich kommen, Sand, Ackerboden, Abrieb von Fahrzeugen und der kleinste Anteil sind organische Komponenten, Hautschuppen, aber auch Spinnentierchen, Milben." Wir leben also in einer völlig verstaubten Welt. Egal, ob in der Stadt oder auf dem Land, dem Staub können wir nicht entgehen. Durch unsere Kleidung oder durchs Lüften schafft er es leicht, sich auch in unserer Wohnung breit zu machen. Staub findet immer einen Weg. Prof. Dr. Eberhard Schmidt, Staubexperte: "Staub hat viele Quellen. Einmal von Menschen geschaffene wie Straßenverkehr oder Verbrennung, die Partikel kommen dann auch teilweise von ganz nah zu einem, aber auch Winderosionen, Staub aus der Sahara beispielsweise, ist hier in Deutschland zu finden." In Deutschland angekommen verschmutzt der Sahara-staub unsere Autos. Ärgerlich. Dabei kann er doch auch so viel Gutes tun. Vor allem dann, wenn er mit dem Wind über den atlantischen Ozean Richtung Karibik und Südamerika getragen wird - bis zu den großen Regenwäldern im Amazonas. Dort versorgt er die Pflanzen mit wichtigen Mineralien wie Kalzium und Kalium. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie nützlich Staub überall auf der Welt ist. Prof. Dr. Eberhard Schmidt, Staubexperte: "In der Natur ist der Staub wichtig für die Regenbildung, Tropfen bilden sich an Staubkörnern, sonst hätten wir keinen Regen, Staub schwächt die Sonnenstrahlung, wirkt quasi der Klimaerwärmung entgegen." Was der Natur gut tut, kann dem Menschen schaden. Manche entwickeln eine Hausstaub - Allergie, verursacht durch den Kot der Milben. Beim Putzen hilft in diesem Fall nur eine Maske.

Total votes: 38