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Superreich in Japan

Japan gehört zu den exportreichsten Ländern der Welt. Mit dem wirtschaftlichen Erfolg steigt auch das Konsumverhalten. In den japanischen Millionenstädten haben Shopping und Business trotz Krise Hochkonjunktur. Eine typische Wertanlage in Japan sind zum Beispiel Kimonos. Modezarin Izumo Ogino sammelt sie seit Jahren. Jeder einzelne hat den Wert eines Mittelklassewagens. Die junge Frau führt ein rasantes Leben: Sie arbeitet in Mailand, ihr Mann hat beruflich in Hongkong zu tun, die Eltern wohnen in Tokio und die Kinder studieren in Harvard und in Paris. Das bedeutet mehrere Zeitzonen und Kulturkreise. Aber auch: viele Einkaufsmöglichkeiten. Izumo Ogino, Mode-Designerin, "Wie viele Kimonos haben sie eigentlich? Sehr viele. Ich zähle sie nie, das mache ich auch mit meinen anderen Sachen nicht,  mit meinen westlichen Klamotten oder  meinen Schuhen, ich zähle nie." Auch das gehört zum Stadtbild in Japan: Sumo-Ringer auf dem Weg zum täglichen Training. Sie sind das Objekt der Begierde für Japans superreiche Männer.Im Eingangsbereich der Trainingshalle tummeln sich schon die Geschäftsleute in ihren schicken Anzügen. Sie sind die Sponsoren. In Japan gilt es in der Highsociety als Statussymbol einen Sumo-Ringer-Club finanziell zu unterstützten. Jeder, der etwas auf sich hält, bezahlt seinen Obolus und schaut beim täglichen Training zu.Auch Mode-Designerin Izumo Ogino ist wieder auf dem Weg Geld auszugeben. Sie geht mit ihrer Freundin shoppen und will heute in japanisches Handwerk investieren. Die Porzellan-Stücke dieser Manufaktur kosten bis zu 60.000 Euro. Es lebe der Konsum. Doch so denken nicht alle reichen Japaner. Joichi Ito, Internet-Millionär: "Ich denke der große Nachteil des Geldes ist, dass es dich festnagelt. Egal, ob du eine Firma besitzt oder irgendetwas anderes, du musst es beschützen. Ich denke, genau das ist der Unterschied zwischen Ackerbauern und Jägern und Sammlern. Bauern schaffen Werte und versuchen sie zu schützen, ich will dagegen nichts mit mir rumschleppen, ich will mich schnell in jede Richtung bewegen können ohne allzu viel Gepäck." Die Krise hat auch die Superreichen in Japan etwas nachdenklicher gemacht.

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