wissen.de
Total votes: 37
VIDEO

Tiefkühlpizza

Diese Maschine knetet den Teig für 100.000 Fertigpizzas - am Tag. Willkommen in der Fast-Food-Industrie! "Die Grundzutaten sind ja bei uns genau wie beim Pizzabäcker um die Ecke. Zu einem normalen guten Pizzateig gehört Mehl, da verbrauchen wir so am Tag etwa 30 Tonnen, ein Silo, es gehört ein bisschen Salz dazu. Es kommt Wasser mit rein, Hefe mit rein." Alle 10 Minuten fällt ein Teigklumpen. Dann folgt die Feinarbeit. Die Masse wird ausgerollt und ist für 120 Pizzavariationen gleich. Maschinell geknetet, kontrolliert wird von Hand. "So können wir keine Pizza herstellen, weil der einfach reißt. Durch das dieses laminieren, was sie jetzt im weiteren Prozess sehen, wird der Teig geschmeidig und erhält dann seine Konsistenz." Teig laminieren heißt: Legen und walzen, wieder und wieder. Ein mit Mehl und Butter beschichtetes Band bringt den Teig zur Stanze. Schneller als im Sekundentakt, 200 Pizzaböden pro Minute. Alle Böden müssen gleich groß sein und einen exakten Rand haben."An dieser Stelle hier haben wir die nächste Qualitätskontrolle. Es geht darum, dass wir den Durchmesser des Teiges messen, muss im Schnitt 25 cm haben. Sollte der Teig oval sein, dem Durchmesser nicht entsprechen, müssten wir die Pizza jetzt hier abnehmen." Bei minus 40 Grad wird schockgefrostet. So bleiben Feuchtigkeit und Frische im Teig. Jetzt geht's um die Soße. Und die passenden Tomaten. Eine Wissenschaft für sich. Alles für die perfekte Grundierung. "Die Tomaten werden geerntet, kommen von den Feldern direkt auf den Lastwagen in dem Fall, gehen in die Fabrik, werden dort verarbeitet. Gehen sofort, werden sofort abgefüllt in die Fässer." Zum Tomatenmark kommt Salz und eine geheime Gewürzmischung. Computergesteuert wird aufgetragen. Sensoren regeln die gleichmäßige Verteilung. Fastfood - Bei der Tiefkühlpizza-Herstellung geht alles rasend schnell. Jetzt kommt die Pizza ins Käsebad. Nur echter Edamer wird hier verwendet. "Das, was wir machen, ist nichts anderes als die Hausfrau oder der Italiener um die Ecke auch macht. Wir machen es maschinell. Der Italiener, die Hausfrau haben noch ihre Rolle in der Hand und geben ihre Topping-Varianten per Hand drauf." Zum Käse kommen gefrorene Pilze, täglich 15 Tonnen werden hier verarbeitet. Auch der Schinken ist gefrostet. Beides wird gemischt und fällt in gleicher Verteilung auf die Rohlinge. Fertig ist die Fertigpizza "Freschetta". Sie ist zur Zeit der Renner. Beweisen muss sie sich am heimischen Herd. So wird hier auch getestet. Jeder Bissen im Sinne des Konsumenten. Die Pizza soll den Geschmack weltweit treffen. Und das scheint zu funktionieren: "Tiefkühlpizza geht schnell und schmeckt auch." Und für die, die es doch lieber handgeknetet mögen, bleibt ja auch weiterhin der Gang zum italienischen Restaurant.

Total votes: 37