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Venedigs Feuerwehr

Venedig: Auf Stelzen erbaut, vor weit über 1.000 Jahren. Ein Labyrinth aus 3.000 Gassen und 177 Kanälen. Wenn die Gondeln durch Venedigs Wasserstraßen gleiten, wirkt die Stadt wie ein Märchenland im adriatischen Meer. Das kann sich ganz schnell ändern, wenn sie ausrücken: Die Feuerwehr Venedigs. Eine Truppe, die nicht nur schnell zu Fuß, sondern auch noch gut zu Boot sein muss. Alarm im Hauptquartier der Feuerwehr. Keiner darf auf dem Canale Grande so rasen wie sie. Für alle anderen gilt fünf Km/h. Trotz Höchsttempo: Bis in die entlegensten Winkel Venedigs dauert es manchmal eine dreiviertel Stunde. Heute ging es schnell. Einmal um den Block. Zwei Minuten. Doch häufig verzögern enge Kanäle, Hochwasser und Nebel die Ankunft. Die Männer sind in Sorge, dass Venedig eher abbrennt als untergeht. Wie 1996, als die Oper, das Teatro La Fenice niederbrannte. Die umliegenden Kanäle waren einst trocken gelegt worden, so dass mit Booten kein herankommen war. Wassermangel machte es der venezianischen Feuerwehr damals besonders schwer. Dieser Einsatz heute war nur eine Übung im eigenen Gebäude. Durch den Hof geht's zurück in die Bootshalle. Schichtende. Nur wenige der Männer wohnen hier, in Sant'Elena. Einem der vielen verwunschenen, aber selten gesehenen Winkel Venedigs. Für die anderen der Truppe heißt Dienstende - runter von der Insel rüber aufs Festland. Doch immer einsatzbereit für ihre Märcheninsel im adriatischen Meer.

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