wissen.de
Total votes: 3
VIDEO

Wellness-Trend Algen

Algenwellness liegt im Trend. Die pflanzenartigen Lebewesen verschönern die Haut und können dabei auf vielerlei Art und Weise angewendet werden. "Die Haut danach ist wunderbar straff und fest, die Alge enthält ja ganz viele Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Zink, Mangan und das fördert den Stoffwechsel." Dadurch entschlackt der Körper, Giftstoffe und schädliche Stoffwechselprodukte werden ausgeschieden. Die Algen einfach so aus der See zu fischen, das funktioniert nicht, sie müssen gezüchtet werden. Der Meeresbotaniker Prof. Klaus Lüning betreibt selbst eine Algenfarm und weiß, warum die Alge der Haut so gut tut. Prof. Klaus Lüning, Algenzüchter: "Da fliehen die Bakterien, wenn sie den Saft der Alge spüren. In der Natur ist es so, warum hat sie denn solche Substanzen, die alle so etwas antibakteriell wirken? Die wächst auf einem Felsboden und krallt sich mit dem Haftorgan fest und da möchten natürlich alle anderen Mikroalgen und Mikrotiere, kleine Tiere, kleine Pflanzen, drauf siedeln und die Alge wehrt die also durch so einen Cocktail von antibiotischen Substanzen ab und dadurch ist die Alge so sauber."Die Algenzucht ist einfach, zum Wachsen genügen Salzwasser und Sonne. Besonders effizient ist die Züchtung im Kreislauf mit Austern. Die Algen verwerten, was die Austern an Nährstoffen ins Wasser abgeben. Um den Nachschub zu sichern, werden Algen auch im offenen Meer gezüchtet. Vorausgesetzt, das Wasser ist sauber genug. Die Pflanzen hängen dann an Seilen und werden zur Erntezeit im Frühsommer eingezogen. An Land beginnt die Weiterverarbeitung für die Kosmetikindustrie: die Algen werden fermentiert, d.h., die Inhaltsstoffe lösen sich durch eine Art Gärprozess in einer Tinktur. Diese wird dann zum Beispiel einer Creme beigemischt. Algen sind in vielen Beautyprodukten zu finden - und noch ist kein Ende in Sicht. Über 20.000 Algenarten soll es geben, bisher ist davon nur ein Bruchteil erforscht.

Total votes: 3