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Wie entstehen Lawinen

Sport im Schnee kann eine Menge Spaß machen. Doch sie sind der Alptraum eines jeden Wintersportlers. Schneelawinen - mit möglicherweise tödlichen Folgen. Löst sich eine Lawine aus dem Hang, hat sie erreicht die Masse Geschwindigkeiten bis zu 300 Stundenkilometer. Ihrer Wucht kann ein Mensch nichts entgegensetzen. Die Lawinenforscher legen einen riesigen Schneeblock frei. So wollen sie die aktuelle Lawinengefahr bestimmen. "Da sieht man relativ schnell: es hat eine Schicht oben, die ist mittelhart, die ist frisch. Das ist der Schnee, der vom Wind verfrachtet wurde. Dann hat es hier (hat es) eine Kruste, die ist entstanden von Wärme und wenig Regen. Und dann da unten wird's weich. Also dieser Übergang hier ist sicher einmal heikel."- "Was heißt heikel?"- "Also heikel heißt, dass hier sich eben dann eine Lawine lösen könnte." Um das Risiko zu analysieren, werden einzelne Schneekristalle genau unter die Lupe genommen. Denn Lawinen entstehen dann, wenn grobe Schneekörner eine Schicht mit besonders schwachem Halt bilden. Die darüber liegenden Schichten können dann ins Rutschen geraten. Dies ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Da gibt es keine Vorwarnung. Es reicht schon eine geringe Belastung, um das ganze ins Rutschen zu bringen. Daher gibt es den so genannten "Sprungtest". Wenn der Schnee bricht: Lawinengefahr! "Das Fazit ist eigentlich die Bestätigung der recht heiklen Situation, eben vor allem bezogen auf die Oberflächenneuschichten oder den frischen Triebschnee, der sich mit dem Südwind, mit dem stürmischen Südwind gebildet hat." Ist eine Lawine abgegangen, muss es schnell gehen. Nach 10 bis 15 Minuten sinkt die Überlebenschance eines Menschen dramatisch. Es drohen Ersticken oder Erfrieren. Damit es dazu nicht kommt, arbeiten die Retter mit Ortungsgeräten und einem Verschütteten-Suchgerät. Aber auch Skifahrer können was tun, wenn sie immer eine Standardausrüstung zur eigenen Rettung mitnehmen. "Als Standard hat sich durchgesetzt, dass man auf jeden Fall das Verschüttenen-Suchgerät, eine Schaufel und ein Sonde mit hat, zusätzlich natürlich auch ein Handy, damit man möglichst schnell auch ärztliche Hilfe holen kann." Trotz aller Vorkehrungen. IN den Alpen sterben 25 Menschen pro Jahr in den Lawinen. Daher sind die Helfer schon im Sommer aktiv. Sichern den Berg mit riesigen Fangnetzen. Sie sollen den Abnagn von Lawinen verhindern. Sie sorgen dort für Halt, wo nicht mehr ausreichend Bäume stehen, die den Schnee zurückhalten können. Doch die Schneemassen sind unkalkulierbar. Schon leichte Temperaturveränderungen können Die massen ins Rutschen bringen. Aus einem Hang ein Lawinengebiet machen, aus dem es kaum Entrinnen gibt.

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