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Wie entstehen Windböen?

Vor einigen Jahren fegte "Kyrill" über Europa. Ein Orkan mit Böen bis zu 200 Stundenkilometern. Die Windböen, trafen damals mit voller Wucht auf Bäume, Häuser und Industrieanlagen. Dabei ging auch einiges zu Bruch. In Österreich wurde der Sturmschaden auf 100 Millionen Euro, in Deutschland gar auf 2,4 Milliarden Euro beziffert. Doch wie können so gewaltige Windböen entstehen? Eine Böe ist eine kurze, heftige Luftbewegung. Oft tritt sie bei starkem Wind, Sturm und häufig auch bei Gewitter, Hagel oder Schnee auf. Sie ist also ein kurzer, schneller Windstoss. Und Böen funktionieren nach demselben Prinzip wie der Wind. Den kann man spüren als Luftbewegung, mal schwächer mal stärker. Beim Wind fließen Luftteilchen von einem Gebiet mit mehr Luftteilchen - einem Hochdruckgebiet - in ein Tiefdruckgebiet - ein Gebiet mit weniger Luftteilchen. Diese wollen in der Luft gleichmäßig verteilt sein. Dabei ist die Richtung immer vom Hoch- zum Tiefdruckgebiet. Dieser physikalische Grundsatz liegt dem Wind und der Böe zugrunde. Je größer jedoch der Unterschied im Luftdruck ist, um so stärker und heftiger wird die Luftbewegung. Erst wenn alle Luftteilchen gleichmäßig verteilt sind, entsteht eine kurze Windstille. Wann und wo Böen genau entstehen, ist nicht vorhersehbar. Manchmal gibt es äußere Bedingungen, wie Reibungen durch hohe Gebäude oder glatte Wasserflächen, die Auswirkungen auf den Wind haben. Aber Böen können überall und jederzeit entstehen. Wind bedeutet also immer auch Bewegung.

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