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Wie macht man Lollis?

Genüsslich lutschen, ohne klebrige Finger zu bekommen, das ist nur einer der vielen Gründe, warum der Lolli, das Zuckerwerk am Stiel, so beliebt ist: "Was ist denn für Dich das tolle am Lutscher? Weil da Cola drin ist. Einfach der Geschmack. Das man ihn am Stiel heben kann. Und einen Lutscher kann man wieder rausnehmen."Und hier entstehen die Schleckstängel, in der Zuckerwarenfabrik. Für ihre Herstellung brauchen die Zuckerbäcker vor allem eines: Flüssigen Zucker. Dazu kommt Traubenzucker und ein paar Spritzer Wasser. Fertig ist der Lolli-Grundstoff. Über Rohre wird der farblose Zuckerbrei in den Kochtopf gepumpt und auf 140 Grad erhitzt. Währenddessen mischt der Konditormeister schon mal Farbstoff und Aroma für die Lollies, denn die gibt es in fast allen Geschmacksrichtungen.Nach etwa fünf Minuten Kochzeit ist die Zuckermasse goldgelb und zähflüssig geworden. Diese wird nun auf dem Kühltisch ausgebreitet. Solange der Lutscherteig warm ist, fügt der Zuckerbäcker die Farbaromamischung dazu. Jede Farbe bekommt ein anderes Geschmacksaroma. So wie das Grün nach Birne schmeckt, gelb nach Zitrone, braun nach Cola und orange - na klar, nach Orange. Jetzt muss alles ganz schnell gehen, denn je mehr der Lutscherteig abkühlt, desto mehr kristallisiert die Masse und lässt sich nur noch mit viel Muskelkraft kneten. Und damit sich Farbe und Aroma auch gut verteilen, kommt der Zuckerklumpen jetzt noch in die Walze. Im sogenannten "Walzstrangroller", so heißt diese Maschine, wird aus dem Zuckerklumpen dann eine riesige 2 cm dicke endlose Lutscherwurst. Da muss den Lolli-Macherinnen doch das Wasser im Mund zusammen laufen? "Ich mag nichts Süßes, ich mag am liebsten Salzstangen." Wie auch immer. Jetzt geht es der Lutscherwurst an den Kragen: Die Maschine schneidet daraus dünne Scheiben. Schließlich kommen die Stiele aus Pappe in die Zuckermasse. Die Geburtsstunde des Lutschers. Bevor die Schleckware auskühlt, bekommt sie noch eine Schutzhaut aus Klarsichtfolie. Fertig. Pro Tag laufen in dieser Fabrik in der Nähe von Schwäbisch Hall fast 3.000 Lollis vom Band und damit auch in jeder Packung alle Geschmacksrichtungen enthalten sind, mischt die Verpackerin die süße Ware gut durch. "Der Lolli muss schön sein, gut schmecken und einen guten Geschmack haben. Also das ist das Wichtigste." Zum Schluss kommen die "Schlotzer", wie sie im Schwäbischen heißen, in die Verkaufspackungen. Für 5 Cent pro Stück sind sie dann im Laden zu erwerben.

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