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Wie wird ein Sofa hergestellt?

Leder oder Stoff, hell oder dunkel. Zwei- oder Dreisitzer. Jeder hat seine ganz persönliche Vorstellung, wie es aussehen soll, und wir zeigen, wie es hergestellt wird: Das Sofa! Zuerst das Gestell. Aus diesen riesigen Spanplatten wird es gefertigt. Beim Fräsen entstehen die ersten Einzelteile. Das ist Maßarbeit. Danach werden die Sprossen hergestellt. Da wird geschnitten, Löcher rein gebohrt und Dübel befestigt. Das geht ziemlich schnell. 800 Sprossen schafft die Maschine in der Stunde. Jetzt kommt echte Handarbeit. Mit Leim wird das Gestell geklebt und zusammengesteckt. Die Gestellpresse sorgt dafür, dass auch alles richtig hält. Schnell noch ein paar Schrauben ins Holz und fertig ist das Sofagestell.  Weiter geht's mit dem Bezug: Zuerst die Schablonen auf die Lederhaut. Etwa zwölf Quadratmeter ist sie groß. Jeder Zentimeter des Leders wird genau unter die Lupe genommen, denn Farbe und Struktur müssen passen. Aus diesen zugeschnittenen Teilen entsteht später der Überzug des Sofas. Nun bekommt das Leder einen flauschigen Belag verpasst. Mit einem Polyestervlies wird der Bezug kuschelig gepolstert. Im Rekordtempo entsteht der Bezug. Ilse Diepold und ihre Kollegin bringen viele Jahre Näherfahrung mit. Sie wissen, worauf es ankommt. "Ja, gerade Nähte." Währenddessen schäumt Wolfgang Trapper die Polster. Zwei Flüssigkeiten kommen in die Polsterform und reagieren chemisch miteinander. 10 Minuten später kommt der fertige Kaltschaum aus der Form. Und dieser wird nun bearbeitet. Winfried Diebold schneidet in der Mitte ein Stück raus. Das Loch wird mit Federkernen ausgefüllt. Denn an dieser Stelle des Sofas plumpst später der Po am häufigsten drauf. Zurück zum Gestell, dem Herzen des Sofas. Nun ist der Tacker an der Reihe. Eine Wellenfeder stützt 40 bis 45 Kilogramm. Schnell noch Gummigurte dran, dann kommt der Kaltschaum zum Einsatz. Darauf die gepolsterten Sitzteile. Denn schließlich soll der Zweisitzer mal richtig gemütlich sein. Alles Handarbeit! Wenn hier was schief geht, sieht es jeder sofort. Ein bis zwei Stunden dauert diese Endmontage. Vieles wird getackert, doch zum Schluss die Königsdisziplin: Es wird genäht. Mit einer langen Nadel piekst Michael Schütz durchs Sofa, auf dass die Polster auch wirklich nicht mehr verrutschen. Schnell das Leder drüber und die Armlehnen dran gemacht. Noch ein paar Handgriffe und fertig ist das Sofa, auf dem bald sein neuer Besitzer entspannen wird.

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