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Wie wird man Landwirt?

Weil die Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln steigt, eröffnen sich neue Jobchancen in der biologischen Landwirtschaft. Das spürt man auch auf dem Dottenfelderhof bei Frankfurt. Seit 1968 wird in dem Großbetrieb unter dem Motto "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" biologisch gewirtschaftet, geforscht, gelebt und ausgebildet. Jeden Morgen treffen sich die Dottenfelder zur Arbeitsbesprechung. Einer von ihnen: Valentin Lauinger. Der 19jährige Südafrikaner kam für seine Ausbildung nach Deutschland. Landwirt ist sein Traumberuf. Valentin Lauinger, Auszubildener "Also was mir gefällt an der Landwirtschaft ist die große Abwechslung, die Vielfältigkeit des auch im Feld arbeiten, das mit den Tieren arbeiten und auch das Technische in der Werkstatt und da wirklich was zu lernen und auch dann zu machen." Weil er Fachabitur hat, kann Valentin seine Ausbildung auf zwei Jahre verkürzen. Vier Tage die Woche arbeitet er auf dem Hof und einen Tag geht er in die Berufschule. 592 Euro verdient Valentin im zweiten Lehrjahr. Abzüglich Kost und Logis sowie Versicherung bleiben ihm gut 200 Euro. Derzeit liegt sein Arbeitsschwerpunkt im Kuhstall. Da sind auch Wochenenddienste angesagt. Denn Kühe müssen auch sonntags versorgt werden. Auf dem Hof lernt der Auszubildende die Praxis, bekommt Einblicke in Ackerbau, Viehzucht und Landtechnik. In der Berufsschule gibt's die Theorie. Pflanzenkunde, Tierzucht, Marketing und Buchhaltung. Und dann: Valentin Lauinger, Auszubildener "Mein Plan, ich mach die Lehre, danach möchte ich eigentlich noch die Gesellenjahre nutzen um Erfahrung zu sammeln und dann einen eigenen Hof anzufangen. Und dies wird wahrscheinlich in Südafrika sein, bei meinen Eltern zu Hause." Bis dahin verbringt der angehende Landwirt aber noch einige Tage auf dem deutschen Bauernhof. 

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