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Zimt aus Sri Lanka

Um die Herkunft des Zimts rankt sich eine Geschichte: Die ungeheuerlichen Wesen der Lüfte sollen ihre Nester aus ihm gebaut haben. Kein Mensch kam an den Zimt heran. Bis listige Kaufleute eine Idee hatten und die Tiere mit einem schweren Köder lockten. Unter dem Gewicht stürzten die Nester zu Boden, die Kaufleute konnten den Zimt erbeuten. Das ist natürlich eine Mär. In Wahrheit wird das teure Gewürz aus der Rinde des Zimtbaumes hergestellt. Und der wächst auf großen Plantagen. Für das Zimtgewürz werden nur die immergrünen Äste des Baums verwendet. Der echte Ceylon-Zimt kommt aus Sri Lanka. In den Schälhütten wird die Rinde vom Ast gelöst. Nur die dünne Innenschicht zwischen Borke und Mittelrinde ist brauchbar. Je dünner das Stück ist, desto feiner das Aroma und desto wertvoller das Gewürz. Keine einfache Arbeit. Nimal da Saratja, Zimtschäler: "Wie viel wir pro Tag schaffen, ist unterschiedlich, wenn meine Frau und ich bis 10 Uhr abends arbeiten, kommen wir auf ungefähr 60-70 Stangen. Es gibt aber auch Zeiten, in denen wir nicht so viel schaffen. Es hängt davon ab, wie hart die Rinde ist." Meist arbeiten in Sri Lanka ganze Familien als Zimtschäler. Die einzelnen, kurzen Rindenstücke werden in ein langes geschoben - solange, bis eine große, stabile Stange entsteht. Sie ist viel größer als die Zimtstangen, die man kaufen kann, nämlich gut einen Meter. Zum Schluss muss der Zimt noch einige Tage trocknen. Das Gewürz wird von Sri Lanka aus in alle Welt transportiert. Meist in Form von Stangen oder als Öl. Rindenstücke werden aber auch Sackweise geliefert und anschließend in Gewürzmühlen maschinell zerkleinert. Zuerst entsteht der so genannte "Vorbruch". Was dann folgt, ist die Feinarbeit: Über mehrere Stufen wird das Gewürz fein gemahlen. Das fertige braune Zimtpulver würzt fast überall auf der Welt Gerichte, Backwaren und auch Getränke.

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