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Zitronensäure - Zahnfeind Nr. 1

Sie gehören zu den beliebtesten Durstlöschern: Eistees, Limonaden, Fruchtgetränke. Doch die sind nicht ohne Risiko, vor allem für die Zähne. Schuld daran: Die Zitronensäure, ein Zusatzstoff für den frischen Geschmack und die Haltbarkeit der Getränke. Professor Klaus Jandt von der Universität Jena zeigt uns, wie schnell Zitronensäure die Zähne schädigen kann. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen ist Zahnerosion inzwischen die Zahnerkrankung Nummer eins. Im Mikroskop sieht man den Zahn: Links die helle Fläche ein gesunder Zahn. Und nach nur zehn Sekunden Kontakt mit der Limonade - ist der Zahnschmelz dunkel, aufgeraut, geschädigt. Dagegen hilft nicht mal Zähneputzen. Im Gegenteil. O-Ton Prof. Dr. Klaus D. Jandt Universität Jena "Wenn Sie ein stark säurehaltiges Getränk zu sich nehmen, also auf deutsch ein Softdrink trinken, und sich danach die Zähne putzen, dann haben wir natürlich den Zustand, dass der Zahnschmelz durch die Säuren in dem Softdrink erweicht ist und wenn dann die Zähne geputzt werden, wird dieser erweichte Schmelz abgelöst und der Zahn dann natürlich geschädigt." Keine Überraschung, eigentlich. Denn Zitronensäure wird seit Jahren im Haushalt als Scheuermittel eingesetzt. Auf der Verpackung wird ausdrücklich gewarnt: Reizend! Doch in den Mund von Kindern gelangt diese Säure immer häufiger. Der Verkauf der süßen Erfrischungsgetränke hat sich in den letzten 25 Jahren mehr als verdoppelt. Den Schaden haben die Kinder. O-Ton Prof. Dr. Klaus D. Jandt Universität Jena "Das Auftreten der Erosion ist wirklich wissenschaftlich gesichert und wenn wir davon reden, dass jeder zweite Jugendliche leichte bis mittlere Erosionsschäden im Mund hat, dann besteht hier kein Anlass, auch für keinen Verband, das ganze zu verharmlosen." Eltern sollten in Zukunft genau darauf achten, welche Zusatzstoffe in den Lebensmitteln stecken. Dann könnten die Zähne gesund bleiben.

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