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Zwei Ozeane am Kap

Kapstadt in Südafrika - Treffpunkt zweier Weltmeere. Links der atlantische rechts der indische Ozean. Das Besondere dabei: auch zwei unterschiedlich warme Meeresströmungen fließen an dieser Stelle ineinander. Der Benguelastrom des Atlantiks, der kaltes Wasser führt, und der deutlich wärmere Agulhusstrom aus dem indischen Ozean. Besondere natürliche Bedingungen also, die von dem Forschungs-U-Boot aus erkundet werden sollen. Heute hat das Team Glück. Es ist Windstill und die See ruhig. Für die Forscher fast eine Vergnügungsfahrt. Das erste spektakuläre Bild - Millionen von Schneckengehäusen. Ein Sturm hat sie hierher getragen, ebenso wie dieses Schiffswrack. Das Kap ist der größte Schiffsfriedhof der Welt, jeder rote Punkt zeigt einen gesunkenen Frachter. Die "Apollo Sea" war einer von ihnen - ein Supertanker. 1994 ist er zerbrochen . 46 Menschen riss er mit in den Tod - und - eine der größten Ölkatastrophen Südafrikas folgte . Auf dem rostigen Gerippe der Apollo Sea haben sich mittlerweile Seelebewesen breit gemacht. Zum Beispiel dieser Tiefseekrake. Neugierig schleicht er sich an das Forschungsboot "Jagos" heran und inspiziert mit seinen vielen Armen Lichter und Leuchten. Die Saugnäpfe der Krake nehmen geradezu selbstverständlich die Kameraoptik in Beschlag. Und auch vor dem Greifarm des U-Boots hat der Krake keinerlei Scheu.Wenig später taucht eine Staatsqualle auf. Ein nahezu unbekanntes Wesen. Das Interesse der Forscher ist geweckt, sie wollen die Qualle an Bord holen und untersuchen. Ein Marmeladenglas soll dabei helfen. Aufregung in der Jagos, wie wird das seltene Exemplar aussehen, wie ein großes, hässliches Monster? Die Umsiedlung bringt es an den Tag, die Staatsqualle ist nur ein erbsengroßes Bläschen. In den Tiefen der beiden Ozeane am Kap finden die Forscher Lebewesen mit einer ganz eigenen Schönheit. Für heute geht die Forschungsfahrt zu Ende - mit einem spektakulären Sonnenuntergang.

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