Australien ist das sechstgrößte Land der Erde und mit 7,7 Mio. km² fast so groß wie die USA ohne Alaska, doch die Zahl der Bewohner liegt nicht wesentlich über 20 Millionen. Kaum verwunderlich, wenn man bedenkt, dass ein Großteil des Landes aus trockenem Buschland besteht, ein Drittel sogar aus Wüste.
Geologisch gesehen ist Australien sehr alt, einzelne Felsformationen im Westen entstanden schon vor 3,4 Milliarden Jahren. Die hier gefundenen Stromatolithen gelten als die ältesten Fossilien unseres Planeten.
Dürre durch Klimawandel?

Der Großteil Australiens besteht aus trockenem Buschland, ein Drittel sogar aus Wüste.
Dazu gehören das Große Artesische Becken mit dem größten unterirdischen Wasserreservoir der Erde und das ebenfalls verhältnismäßig wasserreiche australische Tiefland im Bundesstaat New South Wales. Hier fließt der einzige schiffbare Fluss, der 2 655 km lange Murray, der ein Siebtel des Landes mit Wasser versorgt. Nach Westen erstreckt sich das Westaustralische Plateau mit großen Wüstengebieten. Auf der Westseite des Plateaus ragt die Hamersley Range mit ihren reichen Eisenerzvorkommen auf und in der Mitte erheben sich neben anderen Gipfeln die bekanntesten Berge Australiens, Uluru (Ayers Rock) und Kata Tjuta (Olgas).
Düstere Prognosen
Zu Beginn des 21. Jh.s wurde Australien von einer anhaltenden Dürre heimgesucht, möglicherweise einer Folge des globalen Klimawandels. Und Prognosen zufolge dürfte es noch schlimmer kommen: Der Weltklimarat sagt besonders für Süd- und Ostaustralien – hier liegen die Millionenstädte Brisbane, Sydney, Melbourne und Adelaide – erhebliche Probleme mit der Wasserversorgung voraus, weil die Niederschlagsmengen zurückgehen und höhere Temperaturen zu einer vermehrten Verdunstung führen.
Darüber hinaus steigt vermutlich das Risiko von Buschbränden, die immer eine Gefahr für die Landwirtschaft darstellen. Die Küsten werden voraussichtlich vom steigenden Meeresspiegel betroffen sein, außerdem prognostizieren die Wissenschaftler heftigere und möglicherweise auch häufigere Wirbelstürme.
Umdenken tut not

Tourismus setzt auf Umweltschutz
Angesichts dieser Entwicklung fürchtet Australien nun auch um die Einnahmen aus dem Tourismus – immerhin werden jährlich etwa 5,5 Millionen internationale Gäste begrüßt. Wenn Naturwunder wie das Große Barriereriff durch den Klimawandel geschädigt werden oder das Wasser knapp wird, könnte sich deren Zahl längerfristig deutlich verringern. Zudem ist der Flugverkehr, der die Besucher nach Australien bringt, als Klimaschädiger ins Gerede gekommen. So ist es denn auch vor allem die Tourismusbranche, die auf Umweltschutzmaßnahmen setzt, etwa durch den Einsatz von Solaranlagen zur Stromerzeugung oder die Erhebung einer Klimagebühr, deren Erlös zum Schutz der Korallenriffe verwendet wird.









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