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Vorlesen: Je früher desto besser

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Lesendes Mädchen
Vorlesen vermittelt Lesemotivation - auch bei Kindern, die bereits die Schule besuchen.

Vorlesen bis ins Schulalter

Wichtig ist den Experten zufolge auch, nicht zu zeitig wieder mit dem Vorlesen aufzuhören, etwa wenn das Kind in die Schule kommt: "Gerade in den ersten beiden Schuljahren brauchen Kinder die Unterstützung ihrer Eltern, um Freude am Selberlesen zu entwickeln", sagt Rainer Esser, Geschäftsführer der Zeit Verlagsgruppe. "Beim Vorlesen senden Eltern das Signal: Lesen ist Teil unseres Lebens."

Wer nicht weiß, was er vorlesen soll, kann Kinder ab einem bestimmten Alter einfach selbst entscheiden lassen. So hat die Vorlesestudie 2016 ergeben, dass Kinder bereits ganz konkrete Vorstellungen davon haben, welche Geschichten ihnen besonders gut gefallen. So mögen jüngere Kinder zwischen fünf und sechs Jahren vor allem lustige Geschichten. Für Ältere zwischen neun und zehn sind dagegen eine spannende Handlung und interessante Charaktere wichtige Kriterien.

Junge mit Pudelmütze in einem Buchladen
Die Buchauswahl kann man den Kindern ab einem bestimmten Alter einfach selbst überlassen.

Passende Bücher für Kleinkinder

Die ganz Kleinen können dagegen noch nicht sagen, was sie vorgelesen bekommen möchten – für viele Eltern ein Problem, wie die aktuelle Studie zeigt. Immerhin einem Viertel der Eltern, die ihrem Kind bereits im ersten Lebensjahr vorlesen, fällt es demnach schwer, die richtige Buchauswahl zu treffen. Doch sie können sich Hilfe holen: Unterstützung bei der Auswahl des Vorlesestoffs bietet zum Beispiel die Stiftung Lesen an. Sie hat passende Bücher für Säuglinge und Kleinkinder zum Vorlesen und gemeinsamen Betrachten in einer online zugänglichen Medienempfehlung zusammengestellt.

DAL, 09.11.2017
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