Dass Weihnachten als Fest der Liebe gilt, ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere: Weihnachtsmann und Christkind haben ihren Preis. Und der ist mittlerweile für einigen Gaben und weihnachtliche „Bestandteile“ deutlich höher als noch vor einigen Jahren. Der Einzelhandel hofft im Weihnachtsgeschäft auf einen Umsatz von 75 Milliarden Euro. Ohnehin klingen die Kassen in vielen Einzelhandelsbranchen nie süßer als im Advent.
Die Geschenke werde größer

Gans und Baum
Tiefer in die Tasche greifen müssen Konsumenten z. B. bei Gans und Baum. Wer eine frische Gans aus deutscher Produktion im Einzelhandel kauft, muss in diesem Jahr durchschnittlich 10,10 Euro pro Kilogramm berappen. Laut der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle für Agrarprodukte (ZMP) sind das 72 Cent mehr als 2006.
Ganz unterschiedlich fallen die Preise für die Nordmanntannen aus. Bis zu 60 Euro verlangen die Händler für den „grünen Schmuckständer". Doch während auf dem Hamburger Weihnachtsmarkt an der Ottenser Hauptstraße eine zwei Meter große Nordmanntanne für 30 Euro zu haben ist, kostet sie im noblen Blankenese
gleich das Doppelte. Im wenige Kilometer entfernten Henstedt-Ulzburg gibt es die Tanne bereits ab 14,30 Euro.
Socken und DVD
Nach Angaben des Textileinzelhandelsverbandes sind Socken, Pullis und Jacken im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 1 Prozent günstiger geworden. Bis zu 30 Prozent soll der Preisverfall bei Geräten der Unterhaltungselektronik liegen. Bei DVD-Playern und Fernsehern kann man daher in diesem Jahr durchaus eine Menge sparen. Die Ausnahmen sind natürlich neueste Produkte wie das iPhone oder die aktuellen Modelle der Plasmabildschirme.
Was die Feiertage für die Gesamtwirtschaft bedeuten
Laut Statistischem Bundesamt steht jeder Arbeitstag für etwa 9,3 Milliarden Euro Wirtschaftskraft (Bruttoinlandspordukt). Die Statistiker bewerten die Tage 24., 25. und 26. Dezember mit null. Insgesamt würde das einen Verlust von 27,9 Milliarden Euro für die Gesamtwirtschaft bedeuten. Doch in dieser Form geht die Rechnung natürlich nicht auf. Denn am 24. macht der Einzelhandel zumindest einen halben Tag Geschäfte und darüber hinaus sind an den Feiertagen auch noch Gastronomen, Krankenpersonal, Ärzte und andere im Einsatz. Und was sind schon Milliarden-Summen gegen leuchtende Kinderaugen oder zweieinhalb friedliche Tagen unter dem Weihnachtsbaum?









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