Wie entstand der Aberglauben um Freitag, den 13.?
Monika Wittmann
Freitag, der 13.: Mal ganz ehrlich - ist da nicht jedem ein bisschen mulmig zumute? Aber wieso eigentlich? Wie entstand denn die Angst vor dem vermeintlichen Unglückstag?
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So mancher Aberglaube lässt sich als „selbsterfüllende
Prophezeiung“ verstehen. Dieser soziologische Begriff bedeutet: Wenn
man fürchtet, dass am Freitag den 13. mehr schief geht als sonst, wird
das auch passieren. Das eigene Verhalten führt dazu, dass sich die Erwartungen
bestätigen.
Die Angst vor der Zahl 13 ist der vielleicht am weitesten verbreitete
Aberglaube. Es gibt sogar einen psychologischen Fachausdruck dafür: „Triskaidekaphobie“
heißt die übersteigerte Furcht vor der 13. So lassen z.B. viele
Hotels die Zimmernummer 13, viele Fluggesellschaften die Reihe 13 aus, um
Probleme zu vermeiden.
Aber was ist an der 13 so schrecklich?
Eine Erklärung stammt
aus der Bibel: Am letzten Abendmahl sollen insgesamt 13 Personen teilgenommen
haben. Der 13. war Judas, der Jesus kurz darauf verriet.
Eine ganz andere Deutung reicht bis zu den Anfängen der Menschheit:
Nach
neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen waren die menschlichen Urgesellschaften Matriarchate. Das heißt, Frauen hatten entscheidenden
Einfluss auf die kulturellen und sozialen Errungenschaften der Vorgeschichte.
Fundstücke
aus der Altsteinzeit zeigen, dass die ersten Menschen ihre Zeit nach
Mondmonaten einteilten. Eine Mondphase von 28 Tagen entsprach dem weiblichen
Menstruationszyklus. Ein Mondjahr hatte 13 Monate (13 x 28 Tage = 364 Tage).
Das Wort Menstruation hat übrigens seine Wurzel im lateinischen „mensis“,
also „Monat“.
Spätere Kulturen orientierten sich in ihrer Zeitrechnung nicht
mehr am Mond, sondern an der Sonne. Ein Sonnenjahr dauert exakt 365, 2422
Tage. Es ist gekennzeichnet durch vier herausragende astrologische Ereignisse:
Zwei Sonnenwenden und zwei Tag-und-Nacht-Gleichen.
Damit sich
die Zahl der Monate gleichmäßig auf die Jahreszeiten aufteilen
ließ, musste sie also durch vier teilbar sein. Die zwölf Sonnenmonate
waren geboren. Allerdings ging nun die Rechnung mit den Tagen nicht mehr auf.
Deshalb sind die Monate im Sonnenkalender unterschiedlich lang.
Der Übergang von der 13 zur 12 bezeichnet also eine neue Zeitrechnung.
Damit einher ging ein Umbruch der Gesellschaft. Das Patriarchat und seine männlichen Götter
verdrängten die alte matriarchale Weltordnung mit ihren weiblichen Göttinnen.
In
diesem neuen Weltbild musste auch der Freitag suspekt sein. Denn Freitag ist
der Tag der altnordischen Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin Freya. Und
deren heilige Zahl war eben die 13.
Als es im Mai 1927 ausgerechnet am Freitag, den 13., zu einem großen
Börsencrash kam, machte bald der Ausdruck schwarzer Freitag die Runde.
In diesem Begriffspaar verbinden
sich gleich zwei abergläubische Vorstellungen: Der Freitag und die Dunkelheit.
Die Farbe der Nacht, schwarz, war in vielen Kulturen ein Symbol der großen
Muttergöttin.
Apropos schwarz - auch schwarze Katzen sollen ja bekanntlich
Unglück bringen. Im alten Ägypten betete man dagegen noch eine Katzengöttin
namens Bastet an. Und Freyas Wagen wurde von einer Schar von Katzen gezogen
...
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9 Kommentare
Gute Erklärung ^^
Aber wie dort steht: Wenn man dran glaubt dass da was blödes passiert kommt's auch.
<3
von Lizaa - 31.03.2009, 10:45 Uhr - beanstanden
nara
es muss ja kein unglück zahl sein,es kann auch glück bringen
von nara - 22.03.2009, 11:29 Uhr - beanstanden
Apokalypse
Ich bin zwar am Freitag den 13. geboren, doch glaube ich an den Unglückstag!
Wenn ihr mal auf verschiedenen Wissens Seiten guckt, seht ihr, dass am 13.April 2029 ( ein Freitag ) der Todesmeteorit "Apophis" einschlagen soll. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass er an der Erde vorbei rauscht. Wenn er das tut, dann glaube ich nicht mehr an Fretag den 13. Zumindest nicht mehr als Unglückstag.
von aberglaube - 20.03.2009, 21:52 Uhr - beanstanden
AHA!
Wir sollten in Religion [Schule] rausfinden, warum viele Menschen bei Freitag der 13te an schlechtes oder an Unglück denken. Dieser Text hat mir sehr viel geholfen! Vielen Dank auch!
Lg
Thebob...<- Nicht mein richtiger Name, also nicht wundern..;)
von Thebob - 16.03.2009, 14:34 Uhr - beanstanden
nochmal Freitag der 13.
....... möchte mich hier meiner Vorrednerin anschließen und ergänzend sagen.
Ich bin 74 Jahre alt geworden, habe so manchen "Freitag den 13." erlebt und noch nie irgendein Unglück, Unfall oder sonst irgend etwas Böses an solch einem Tag erlebt.
Für mich und meine Familie ist ein "Freitag der 13." einfach ein Tag wie jeder Andere.
Also keine Angst Leute. Lebt euer Leben wie es kommt.
Günter
von Günter - 15.03.2009, 11:30 Uhr - beanstanden
Freitag der 13te.
Mich berührt es überhaupt nicht, ob wir Freitag den 13ten haben oder nicht.
Ich lebe diesen Tag genauso wie jeden anderen Tag.
Ich habe aber eine Schulfreundin, die möchte an diesem Tag lieber im Bett bleiben.
Einfach nicht an so etwas denken, dann geht auch nichts schief.
Liebe Grüße
Heidi
von Heidi - 13.03.2009, 10:40 Uhr - beanstanden
China
In Asien kommt der Aberglaube auch daher , dass die 13 nach der 12 kommt eine Glückszahl die viele Teiler hat. Zusätzlich hat die 13 gar keine Teiler
von China 13 - 18.02.2009, 08:42 Uhr - beanstanden
ich finde freitag ist kein unglück
das ist ein aberglaube finde ich
von galina boldt - 13.02.2009, 08:53 Uhr - beanstanden
Freitag der 13.
Klasse Erklärung !!!
von Ulla - 15.01.2009, 18:42 Uhr - beanstanden