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Special: Rembrandt

400. Geburtstag Rembrandts

2006 war nicht nur das Mozart-Jahr. So feierte die künstlerische Nachwelt am 15. Juli 2006 den 400. Geburtstag von Rembrandt van Rijn. Rembrandt ist die stilbildendste und vielseitigste Erscheinung der niederländischen Kunst im 17. Jahrhundert und gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten der neueren abendländischen Malerei. In Gemälden, Radierungen und Zeichnungen behandelte er sämtliche künstlerischen Stoffgebiete seiner Zeit, besonders die biblische Geschichte in protestantischer Sicht sowie historische und mythologische Themen.

Sturm und Drang

Geniezeit

nach dem gleichnamigen Drama von F. M. Klinger benannte Strömung der deutschen Literatur von 1765 bis etwa 1785. Ihre Protagonisten, die junge Generation der um 1750 herum geborenen Autoren, zeigten eine traditionskritische Einstellung zum Rationalismus der Aufklärung. Sie betonten eine von Fantasie und Gefühl bestimmte Lebenshaltung, die alle dichterischen und gesellschaftlichen Regeln und Zwänge zugunsten der uneingeschränkten Entfaltung des intuitiv-schöpferischen, genialen Individuums überwinden sollte. Ausgehend von E. Youngs Konzeption der originalen Schöpferkraft wurde das „Originalgenie“ zum Vorbild einer neuen dichterischen Haltung.

Vorstufen des Sturm und Drang finden sich in J.-J. Rousseaus Forderungen nach dem natürlichen Recht des Gefühls, in J. G. Hamanns mystischem Irrationalismus, in G. E. Lessings Ablehnung des Regeldramas und sein Eintreten für Shakespeare als literarischem Vorbild, in J. G. Herders Gedanken über Sprache und Volkspoesie und in F. G. Klopstocks Erlebnisdichtung. Der impulsive Subjektivismus und Individualismus des Sturm und Drang schlug sich in einer Sprache des unmittelbaren Gefühlsausdrucks nieder. Thematisch bildeten die Werke die Auflehnung der jungen Generation gegen soziale Ungerechtigkeit, Standesordnungen, Fürstenwillkür sowie ihre Forderung nach Menschenrechten und Emanzipation des Individuums ab. Dies zeigt sich besonders in den dramatischen Hauptwerken: J. M. R. Lenz („Hofmeister“ und „Soldaten“), F. M. Klinger („Sturm und Drang“, „Die Zwillinge“), H. W. von Gerstenberg („Ugolino“), J. W. Goethe („Götz von Berlichingen“, „Clavigo“, „Urfaust“) und F. Schiller („Die Räuber“, „Kabale und Liebe“, „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“). Die Lyrik des Sturm und Drang wird vor allem durch die Dichter des Göttinger Hains sowie vom jungen Goethe („Prometheus“, „Ganymed“) geprägt; in den Prosawerken findet eine Hinwendung zu Selbstanalyse und Selbstdarstellung statt: J. J. W. Heinse („Ardinghello“), Goethe („Leiden des jungen Werthers“), K. P. Moritz („Anton Reiser“).

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