Selbstständig mit Franchising
Cornelius Büchner, Chefredakteur von "StartingUp",
über Franchising - eine attraktive Möglichkeit sich selbstständig
zu machen und worauf es bei dieser Form der gestützten Existenzgründung
ankommt.
In StartingUp, der neuen Zeitschrift für Existenzgründer
und junge Unternehmen, berichten wir neben vielen anderen Themen für
Gründer wie Ich-AG, Wettbewerbe, Unternehmerstories, Förderung und
Finanzierung, Coaching und Persönlichkeit auch sehr genau über den
Bereich Franchising.
Das Prinzip von Franchising ist einfach: Ein Franchise-Geber entwickelt
eine Geschäftsidee bis zur Marktreife, gewissermaßen ein schlüsselfertiges
Businesskonzept. Diese Geschäftsidee bietet er seinem Kunden, dem Franchise-Nehmer,
zur Nutzung an. Der Franchise-Nehmer bezahlt dafür eine Franchise-Gebühr,
entweder als Festbetrag oder abhängig vom Umsatz. Außerdem ist
in vielen Fällen eine Einstiegsgebühr zu entrichten, mit der ein
Teil der Anlaufkosten bei der Gründung des neuen Betriebes gedeckt wird.
Franchising folgt also im Wesentlichen dem Prinzip des gegenseitigen
Gebens und Nehmens, mit klar verteilten Rollen. Wesentliche Leistungen des
Franchise-Gebers sind:
- der eingeführte Marken-Name
- das eingeführte Produkt
- die bewährte Vertriebsstrategie
- gute Einkaufskonditionen durch zentralen Wareneinkauf
- zentrales Werbekonzept
- Unternehmensberatung
- Coaching, Training.
Die Leistungen, die vom Franchise-Nehmer erwartet werden, umfassen
vor allem:
- Engagement, Eigeninitiative
- das notwendige Startkapital
- Zahlung der laufenden Gebühren
- Repräsentation des Franchise-Gebers nach außen.
Das Franchise-Prinzip besteht also aus einer strikten Arbeitsteilung
- und die ist der Schlüssel zum Erfolg. Das Gründungsrisiko ist
viel kleiner als bei freien Gründungen. Während bei Einzelgründungen
die Ausfallquote innerhalb des ersten Jahres bei 20 Prozent liegt (Creditreform),
geben nur rund acht Prozent aller Franchise-Nehmer in der Startphase wieder
auf.
Allerdings gibt es auch schwarze Schafe am Markt. Sie sollten also
genau überlegen, welches Franchise-Projekt Sie sich auswählen. Sie
sollten vor allem prüfen, ob Ihr potenzieller Partner
- schon länger im Geschäft ist
- Referenzen und erfolgreiche Pilotprojekte vorzuweisen hat
- Mitglied in einem Fachverband (DFV) ist
- ein Handbuch mit präziser Gründungsplanung vorlegen
kann
- ausreichend Schulung, Beratung und Werbung anbietet
- Transparenz über seine eigenen Geschäftsverhältnisse
bietet
- ob die geforderten Gebühren marktüblich sind
- ob das Image der Marke gut ist
- ob er Ihnen Zeit lässt zum Studium der Unterlagen.
Je mehr dieser Fragen Sie mit Nein beantworten, desto vorsichtiger
sollten Sie sein.
Fazit: Franchising mit dem richtigen Partner bietet eine Kombination
der jeweiligen Vorteile von Groß- bzw. Kleinunternehmen und eine sehr
attraktive Möglichkeit, ohne lange Vorlaufzeiten eine eigene Existenz
aufzubauen.
Jede Ausgabe von StartingUp enthält 100 Franchise-Geschäftsideen
übersichtlich nach Branchen sortiert, die detailliert vorgestellt werden.
Mehr auf unserer Homepage www.starting-up-magazin.de.
Sie wollen weitere Informationen zum Franchising-Modell? Dann lesen
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Externe Links
Franchise -Infosystem für Existenzgründer
www.franchise-net.de
Die Website bietet umfangreiche Infos rund um das Thema Franchise sowie einen Überblick über Franchise-Geber verschiedener Branchen. Zusätzlich gibt es ein Forum und eine Linksammlung
Deutscher Franchise-Verband
www.dfv-franchise.de