Raugrafen
niederes fränkisches Adelsgeschlecht, entstanden um die Mitte des 12. Jahrhunderts aus dem alten Haus der Grafen im Nahegau, das sich 1140 durch die beiden Söhne Graf Emichs I. (1072-1113/1116) in die Linien der Raugrafen und der Wildgrafen aufspaltete; erster Raugraf war Emich I., Graf von Boimenburg († 1172). Im 18. Jahrhundert starb das Geschlecht aus; der Titel wurde im 17. Jahrhundert von den pfälzischen Kurfürsten nach Kauf des Besitzes übernommen und im 17. Jahrhundert von Karl Ludwig seiner morganatischen Gemahlin Marie Luise von Degenfeld (* 1634, † 1677) und deren Kindern beigelegt. © Wissen Media Verlag
|