Honecker, Erich
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| DDR: Erich Honecker |
Erich, deutscher Politiker (SED), * 25. 8. 1912 Wiebelskirchen, Saar, † 29. 5. 1994 Santiago de Chile; verheiratet mit Margot Honecker; Dachdecker; seit 1929 in der KPD, 1935-1945 wegen illegaler Tätigkeit im Zuchthaus; 1946-1955 Vorsitzender der FDJ; 1950-1958 Kandidat, 1958-1989 Mitglied des Politbüros, 1958-1971 Sekretär des ZK der SED (verantwortlich für Militär- und Sicherheitsfragen). Honecker trug maßgeblich zum Sturz W. Ulbrichts bei und war 1971-1989 dessen Nachfolger als Parteichef (Erster Sekretär, 1976 Generalsekretär des ZK) der SED und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrats, seit 1976 zugleich Vorsitzender des Staatsrats der DDR. In nahezu diktatorischer Machtfülle prägte Honecker die Entwicklung der DDR in den 1970er und 1980er Jahren. 1989 wurde er vom Politbüro gestürzt. Einem nach der Wiedervereinigung Deutschlands eingeleiteten Strafverfahren wegen seiner Verantwortung für die Erschießung von Flüchtlingen an der innerdeutschen Grenze entzog sich Honecker mit seiner Frau 1991 durch Flucht nach Moskau. Als die russische Regierung mit Ausweisung drohte, suchte das Ehepaar Zuflucht in der chilenischen Botschaft. 1992 wurde er zum Verlassen der Botschaft genötigt und nach Berlin gebracht, wo der Prozess gegen ihn sowie fünf Mitangeklagte begann. 1993 wurde das Verfahren gegen Honecker aus Gesundheitsgründen eingestellt; er übersiedelte nach Chile zu seinen Angehörigen. © Wissen Media Verlag
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