“Die Reise des jungen Che“ – die aktuelle Filmkritik
Jörg Peter Urbach
Bildstarker Reisebericht, emotionaler Selbsterfahrungstrip,
Reise zu den inneren revolutionären Wurzeln - all diese Kategorien
vereint Walter Salles’ in seinem neuen Film „Die Reise des jungen
Che“, in dem er die achtmonatige Reise des jungen Ernesto Che Guevara
und seines Freundes Alberto Granado im Jahr 1952 durch Südamerika mit
der Kamera nachzeichnet.
Selbst“erfahrungs“trip
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| © Constantin Film / FilmFour Limited 2004 |
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Sie haben einen Ausgangspunkt, ein Motorrad
und einen Traum. Als draufgängerische, sorglose Abenteurer verlassen
der Medizinstudent Ernesto Guevara und der Biochemiker Alberto Granado im
Januar 1952 Buenos Aires, um den ihnen nahezu unbekannten Kontinent Südamerika
über Tausende Kilometer zu bereisen. Ihr Motto lautet: Improvisation.
Trennungen, Entbehrungen, menschliche Tragödien, soziale Ungerechtigkeiten
aber auch Toleranz, selbstlose Liebe, grandiose Natureindrücke und tiefe
Freundschaften prägen ihre Reiseerfahrungen. Acht Monate später
sind die beiden jungen Männer an ihren tiefschürfenden Erfahrungen
und Herausforderungen gewachsen und betrachten ihre Umwelt von nun an mit
kritischem Blick und wachem Sinn. „Die Reise des jungen Che“
ist ein Film über die Freundschaft, über die ungebremste Lebenslust
und die leidvolle Reise zu einem unbekannten Selbst. Walter Salles verpackt
dies in ein fantastisches Roadmovie, in dem die Protagonisten sich -
im wahrsten Sinne des Wortes - selbst „erfahren“ müssen.
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