Rose

Botanik

Rosa

Hagebutte
Gattung der Rosengewächse, Sträucher meist mit Stacheln, Blätter unpaarig gefiedert, Blüten zwittrig, einzeln oder in Büscheln; Blütenachse kugelig oder flaschenförmig vertieft; Kronblätter in verschiedensten Farben. Die Früchte sind behaarte Nüsschen, die von der Blütenachse (Blütenbecher) eingeschlossen werden, so dass eine als Hagebutte bezeichnete, meist rot gefärbte Scheinfrucht entsteht. Zu den Rosen gehören: Hundsrose, Rosa canina, in Gebüschen und an Wegrändern; häufiger, meist hellrosa blühender Strauch. An ähnlichen Stellen wächst auch die Heckenrose, Rosa dumetorum, mit unterseits anliegend behaarten Blättern und blassrosa Blüten, sowie die Filzrose, Rosa tomentosa, mit weißen oder rosafarbenen Blüten. Durch kleine Blätter zeichnet sich die an Hügeln und trockenen Waldrändern verbreitete Weinrose, Rosa eglanteria, aus. Charakterpflanze der Meeresküsten ist die Bibernellrose, Rosa spinosissima, mit weißen Blüten. In den Alpen findet sich die rosa blühende Alpenrose, Rosa alpina. - Rosen sind von Bedeutung als Lieferanten der an Vitamin C reichen Hagebutten und von ätherischen Ölen (Rosenöl). Das beim Destillieren des Rosenöls zurückbleibende, noch etwas Öl enthaltende Wasser ist das Rosenwasser des Handels.

Verschiedenste Artbastarde und Züchtungen der Rosen sind die wirtschaftlich wichtigsten Gartenzierpflanzen. Man kann sie nach Herkunft und Verwendung in 4 Gruppen einteilen: 1. Edelrosen (Teerosen und Teehybriden) mit einer großen, gefüllten Blüte an jedem Spross; als Stammarten kommen die Chinesische Rose, Bengalrose, Rosa sinnensis, und die Teerose, Rosa odorata, aus Ostasien in Frage. - 2. Gruppe der Remontantrosen, die von den Edelrosen abstammen und weiße, rosa oder rote gefüllte, duftende Blüten haben. - 3. Vielblumige Rosen, Polyantharosen (Beet-, Strauchrosen, Floribunda-Hybriden), die an jedem Spross gefüllte oder ungefüllte Blüten in Scheindolden tragen; sie stammen hauptsächlich von der Damaszenerrose, Rosa damascena, und der ostasiatischen Rosa multiflora ab. - 4. Kletterrosen, die mehrere Meter hoch ranken können, mit Rosa multiflora und Rosa wichuraiana (Ostasien) als Stammarten. Sie blühen am vorjährigen Trieb (kein Schnitt).

Zusätzlich enthalten alle nördlichen Zuchtrosen noch uncharakteristische Anteile der kleinasiatischen Zentifolie, Rosa centifolia, und der westeuropäischen Essig-, Kartoffelrose, Rosa gallica, um die Rosen klimahärter zu machen. Zu diesem Zweck wird auch das Edelreis auf eine einheimische Unterlage (Hunds-, Heckenrose) aufgesetzt. Das bedeutendste deutsche Rosenzuchtgebiet befindet sich in Schleswig-Holstein (Uetersen/Pinneberg).

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