Lawinengefahr
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| © Alexander Stahr |
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| Akute Lawinengefahr! |
Wenn im Gebirge viel Neuschnee fällt, besteht zumeist akute Lawinengefahr. Kritisch ist dabei immer der erste schöne Tag im Anschluss an eine Schlechtwetterperiode. Wenn es während der Schneefälle windig ist, werden die Schneemassen aufgewirbelt und im Lee, also in Windschattenbereichen, abgelagert. Es entstehen gefährliche Triebschneeablagerungen, die häufig durch darüber befindliche Wächten am Berggrat zu erkennen sind. Schon 10-20 cm Neuschnee in einer Zeitspanne von drei Tagen können zu einem Anstieg der Gefahr durch Schneebrettlawinen führen (s. a. → Lawinentypen). Anhaltend tiefe Temperaturen nach Neuschneefällen können die Lawinengefahr lange Zeit aufrechterhalten, weil dadurch eine ausreichende Verfestigung der Schneedecke verzögert wird. Im Frühjahr erhöht sich die Lawinengefahr mit zunehmender Sonneneinstrahlung. Der Schnee wird dann schwer und nass. Glatte Hänge wie Plattenschüsse, Grashänge und belaubter Boden in lichtem Wald sind ideale Bewegungsflächen für die Schneedecke. Bereits geringe Störungen können hier den Abgang einer Schneebrettlawine auslösen. Auf den Windschattenseiten von Bergkämmen kann es unterhalb von Schneewächten zu Triebschneeablagerungen kommen. Windgepackter Triebschnee ist fest gebunden und daher der ideale Ausgangsort für Schneebretter. Die größte Lawinengefahr liegt bei einer Hangneigung zwischen 28 und 45 Grad. In flacheren Hangpartien kann der Schnee nicht in gefährliche Bewegungen geraten.
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| © Alexander Stahr |
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| Hier herrscht selten Lawinengefahr |
Eine seltene Ausnahme besteht bei extremem Schneedeckenaufbau mit großen Mengen an → “Schwimmschnee“. Dann können Schneebrettlawinen schon bei 10 Grad Neigung entstehen. An Wänden mit 50 bis 60 Grad Neigung bleibt Schnee nur in geringem Umfang liegen, so dass die Lawinengefahr wieder geringer wird. Bei Lockerschneelawinen liegt die minimale Hangneigung, die zu ihrer Auslösung notwendig ist, bei etwa 35 Grad. Besonders häufig treten sie bei Hangneigungen von über 40 Grad auf. Nicht selten wird der Einfluss der Vegetation im Zusammenhang mit der Entstehung von Lawinen unterschätzt. Denn Kleinsträucher wie Alpenrosen, die häufig ganze Hänge bedecken, aber auch Erlen und Latschen begünstigen die Schwimmschneebildung.
Externe Links
Eidgenössisches Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos
www.slf.ch
Aktuelle Schnee- und Lawinensituation in Österreich
www.lawine.at
Deutscher Skiverband - Lawineninformationen
www.ski-online.de
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