Vereinigte Staaten von Amerika
|
|
 |
| Vereinigte Staaten von Amerika: Staatsflagge |
Der flächenmäßig drittgrößte Staat der Welt ist wirtschaftlich, politisch und militärisch die globale Führungsmacht. Das größte Einwanderungsland der Erde wurde im 19. und 20. Jahrhundert für Millionen Europäer zur neuen Heimat. Heute sind es überwiegend Asiaten und Lateinamerikaner, die es auf der Suche nach individueller Freiheit und wirtschaftlichem Aufstieg in die USA zieht. Dabei darf nicht übersehen werden, dass die Kluft zwischen reicher und armer Bevölkerung zunehmend größer wird. Die USA, deren Einsatz in beiden Weltkriegen entscheidend war, sehen sich nach den Anschlägen vom 11. 9. 2001 im Krieg gegen den internationalen Terrorismus. Unter diesem Gesichtspunkt sind auch die Interventionen in Afghanistan und im Irak, mit denen dort demokratische Verhältnisse etabliert werden sollten, zu bewerten. Weitere außenpolitische Herausforderungen des 21. Jahrhunderts für die USA bilden die machtpolitische Renaissance Russlands und der wirtschaftliche Aufstieg der Volksrepublik China, der zu einem weltweiten Wettbewerb um Energie- und Rohstoffe geführt hat. In der Innenpolitik gab es 2008 eine historische Zäsur. Mit Barack Obama konnte erstmals ein afroamerikanischer Politiker die Präsidentschaftswahlen gewinnen.
Natur und Klima:
Das nordamerikanische Land, das sich über 4500 km vom Pazifik bis zum Atlantik erstreckt, ist fast 2,5-mal größer als alle EU-Staaten zusammen. Die beiden jüngsten US-Staaten → Alaska und → Hawaii sind räumlich vom übrigen geschlossenen Kerngebiet der USA getrennt: Alaska, der flächenmäßig größte US-Staat, liegt nordwestlich von Kanada, Hawaii, der 50. Bundesstaat der USA, im Pazifischen Ozean. Zu den Vereinigten Staaten von Amerika zählen auch die Überseebesitzungen Puerto Rico, die Marianen, die US-amerikanischen Jungferninseln, Amerikanisch-Samoa sowie Guam. Ferner unterstehen mehrere kleinere Inseln im pazifischen und karibischen Raum der US-amerikanischen Verwaltung.
|
| © DV/Hildehard Matthäi-Latocha |
 |
| Yellowstone River: Wasserfall |
Das nordamerikanische Kerngebiet gliedert sich in drei Großeinheiten: Im Osten liegen Mittelgebirge, im Zentrum weite Ebenen und im Westen Hochgebirge mit Plateaus und Becken. Hauptflüsse sind der Hudson, der Mississippi mit Missouri und Ohio im Osten sowie der Columbia, der Snake und der Colorado im Westen.
Atlantikküste und Mittelgebirge im Osten:
Die teilweise versumpfte atlantische Küstenebene erstreckt sich von New York bis zur mexikanischen Grenze. Im Norden ist die Küstenebene schmal und löst sich in eine buchtenreiche Küste auf, der zahlreiche Inseln wie Nantucket, Martha’s Vineyard und Long Island vorgelagert sind. Weiter südlich folgen die großen Buchten der Delaware Bay und der Chesapeake Bay sowie die Hatteras-Nehrung. Im Südosten erreicht die Küstenebene ihre größte Breite und dehnt sich bis über die Halbinsel Florida aus, vor deren Südküste sich eine Kette von Koralleninseln (Florida Keys) weit ins Meer erstreckt. Westlich von Florida schließt sich die Golfküste an, an der der Mississippi ein breites Mündungsdelta bildet.
Im Norden erhebt sich westlich der Küstenebene das Piedmontplateau, das wellige Vorland des Appalachengebirges. Küstenebene und Piedmont werden von der an Stromschnellen reichen „Fall Line“ getrennt, einer nur wenige Kilometer breiten, stark ausgeprägten Geländestufe. Parallel zur Atlantikküste erhebt sich auf einer Länge von 3400 km das Gebirge der Appalachen. Das geologisch alte Mittelgebirge baut sich aus mehreren parallelen Tälern und Gebirgskämmen auf, die durch die Abtragung unterschiedlich harter geologischer Schichten entstanden sind. Den höchsten Punkt bildet der 2037 m hohe Mount Mitchell. Westlich des Hauptkamms liegt das teils stark zerschnittene Appalachenplateau.
© Wissen Media Verlag
Dieser Artikel im Überblick