Gottsched, Johann Christoph

Gottsched, Johann Christoph
Johann Christoph, deutscher Schriftsteller und Literaturtheoretiker der Aufklärung, * 2. 2. 1700 Juditten bei Königsberg,  12. 12. 1766 Leipzig; dort seit 1730 Professor der Poesie; Herausgeber wichtiger moralischer Wochenschriften (u. a. „Die vernünftigen Tadlerinnen“ 1725-1726, „Der Biedermann“ 1727-1729); wollte die deutsche Bühnendichtung und Schauspielkunst nach dem Muster der französischen Klassiker reformieren; wandte sich dafür in seinem Lehrbuch der Poetik („Versuch einer Critischen Dichtkunst vor die Deutschen“ 1730) gegen die vermeintliche Regellosigkeit und Schwülstigkeit des Barocktheaters sowie gegen die Stücke Shakespeares; geriet mit seinen poetologischen Prinzipien in Auseinandersetzung mit Johann Jakob Bodmer, Johann Jakob Breitinger und Friedrich Gottlieb Klopstock); unterstützte zugleich Friedrike Caroline Neuber, für deren Theater er seine Mustertragödie „Der sterbende Cato“ 1732 schrieb. Nachhaltig wirkten auch seine Bemühungen um die Festlegung der deutschen Schriftsprache („Grundlegung einer deutschen Sprachkunst“ 1748). Wichtigste Mitarbeiterin war seine Frau Luise Adelgunde Gottsched,.

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