Komödie
[griechisch] Lustspiel heiteres Theaterstück mit glücklichem Ausgang. Die Komik entsteht durch eine übertreibende Darstellung menschlicher Eigenarten und/oder gesellschaftlicher Untugenden, die den Zuschauer nicht nur unterhalten, sondern auch eines Besseren belehren will. Die Typenkomödie entlarvt mit ihren feststehenden Rollen die Unarten gesellschaftlicher Gruppen und Stände. Die Charakterkomödie übertreibt Schwächen des Einzelnen ins Unvernünftige, ohne sie nur zu verspotten. Die Situationskomödie zeigt den Menschen in Verhältnissen, deren Beherrschung ihm entgleitet, und seine lächerlichen Versuche, diese zu seinem Vorteil zu ordnen. Der Witz der Satire richtet sich auf Gesellschaftskritik, die Groteske zeigt eine gänzlich aus den Fugen geratene Welt. Die moderne Boulevardkomödie verzichtet auf das Belehrende und zielt nur noch auf das Amüsement des Zuschauers. Die derberen Unterarten Burleske, Schwank und Posse leben im Volksstück und im Laientheater weiter. Geschichte: antikes Griechenland: Als dramaturgische Darstellung eines lustigen Stoffs entstand die Komödie in Griechenland. Der Klassiker der sog. alten attischen Komödie ist Aristophanes; die Komödie verhöhnte Missstände der Zeit, meist solche aus dem politischen oder literarischen Bereich. Aus der Zeit der sog. mittleren Komödie (Mese), die sich mit der privaten Sphäre und dem Kurtisanenmilieu befasste, ist nur weniges erhalten (Antiphanes, Anaxandrides). Der Meister der sog. neuen attischen Komödie (Nea), die vorwiegend Stoffe aus dem Alltagsleben verarbeitete, ist Menander. © Wissen Media Verlag
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