27. Juni 2007, 15:04 Uhr

G8-Zaun schützt bald Rosen und Katzen

Der zwölf Kilometer lange Sicherheitszaun um das ehemalige Tagungsgelände der G8 hat neue Besitzer gefunden: Das Gatter reichte für mehrere Käufer - allesamt recht harmlos.

Der Zaun von Heiligendamm schützt demnächst Rosen und Katzen. Wie das Zaunbauunternehmen MZS in Bargeshagen bei Rostock am Mittwoch mitteilte, gehen 1,2 Kilometer der Absperrung an die Firma Sächsische Rosenwelt in Borsdorf bei Leipzig. MZS bestätigte damit einen Bericht der "Schweriner Volkszeitung".

Das Tierheim in Schlage bei Rostock erhält 40 Meter für ein neues Katzengehege. Jeweils weitere mehrere hundert Meter hätten sich Veranstaltungsfirmen in Mecklenburg-Vorpommern und ein Brandenburger Recyclingunternehmen gesichert. Die Überwachungstechnik, mit der während des Gipfels die mächtgsten Politiker der Welt geschützt wurde, wird allerdings nicht an die neuen Käufer mitgeliefert. Der Zaun wurde ohne diese technischen Rafinessen verkauft.

Das Projekt hatte den 20-Mann-Betrieb im Früsommer bundesweit bekannt gemacht. Bis Ende August soll die so genannte technische Sperre, zu der auch zwei Kontrollpunkte gehörten, abgebaut sein. Sie hatte samt Überwachungstechnik rund 12,5 Mio. Euro gekostet. Wie

viel Geld das Zaunbauunternehmen für die Verwertung erhält, wurde nicht mitgeteilt. Ein Drittel des G8-Gatters fand keine Abnehmer und soll verschrottet werden.

Dieser Artikel wurde uns von der Financial Times Deutschland zur Verfügung gestellt.
wissen.de ist für dessen Inhalt nicht verantwortlich.

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