9. Februar 2010, 15:37 Uhr
Coca-Cola macht schwache US-Nachfrage wett
Der Durst nach Coke, Sprite und Co. ist dem Heimatmarkt offenbar gestillt. Die Geschäfte ziehen vor allem in Asien an. Trotz Einbußen will der Getränkehersteller an seinem Franchise-Modell festhalten -im Gegensatz zum Konkurrenten PepsiCo. Der Gewinn sei auf 1,54 Mrd. $ oder 66 Cent je Aktie geklettert nach 995 Mio. $ im Vorjahr, teilte Coca-Cola am Dienstag mit. Analysten hatten mit einem Gewinn in dieser Größenordnung gerechnet. Der Nettoumsatz kletterte um fünf Prozent auf 7,51 Mrd. $ und lag damit über den Erwartungen. Auch niedrigere Kosten trugen zu dem Gewinnanstieg bei. Coca-Cola profitierte im vierten Quartal von einer regen Nachfrage in China, Indien und Brasilien und konnte damit die Schwäche auf dem Heimatmarkt ausgleichen. Der Konzern sieht sich seit längerem mit einer schleppenden Nachfrage in Europa und den USA konfrontiert. In Nordamerika sanken die Absätze um ein Prozent nach einem Rückgang um vier Prozent im dritten Quartal. In Lateinamerika dagegen zogen die Verkäufe um sieben, im pazifischen Raum gar um elf Prozent an. In Europa belief sich das Plus auf ein Prozent. Spannend dürfte in diesem Jahr erneut der Vergleich mit dem Erzrivalen PepsiCo werden, der Nummer zwei hinter Coca-Cola. Der Pepsi-Hersteller holt sich gerade einen großen Abfüller in den Konzern und will damit Kosten sparen und Entscheidungswege verkürzen. Coca-Cola dagegen hat sich wiederholt für die Beibehaltung des dezentralen Franchise-Modells bei der Abfüllung ausgesprochen.
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