Eine typgerechte Frisur und ein beeindruckender Auftritt sind nicht nur dem Können des Friseurs zu verdanken. Eine möglichst objektive Selbsteinschätzung ist gefragt, wenn Sie sich ein neues Styling wünschen.
Was ist zu bedenken

© Schwarzkopf & Henkel
Ein Kriterium die Gesamterscheinung. Treten Sie modisch, verspielt, frech, weiblich, elegant, klassisch oder sportlich auf? Oder wandeln Sie sich je nach Tageszeit und Anlass? Dann muss der Grundschnitt auch das hergeben.
Ebenfall wichtig: die Gesichtsform. Ist sie oval, rund mit Pausbacken, eher schmal und lang oder kantig? Ist die Stirn eckig, sehr hoch oder eher "fliehend"? Haben Sie abstehende Ohren? Oder auch empfindliche oder unreine Haut, die einen ständigen Haar-Kontakt übel nimmt?
Schließlich muss der Haartyp richtig eingeschätzt werden - denn nur was das Haar hergibt, ist wirklich machbar. Aus sehr feinem, dünnem Haar kann selbst mit Dauerwelle und Unmengen an Schaumfestiger niemals eine Löwenmähne werden.
Wunsch und Wirklichkeit

© AEG Hausgeräte GmbH, Gütersloh
Mal abgesehen davon, dass aus einer Penélope Cruz keine Nicole Kidman wird und umgekehrt, sollten wir bei Vorbildern aus der Promiszene bedenken, wie viel Aufwand und Vorbereitung hinter ihren Auftritten steckt. Beim Film sind ohnehin oft Perücken im Einsatz. Wenn Ihnen eine Frisur in einer Zeitschrift gut gefällt, schneiden Sie sie aus und zeigen sie Ihrem Friseur. Hören Sie auf seinen Rat und seien Sie ehrlich zu sich selbst. Wer morgens schlecht aus dem Bett kommt, sollte sich keine komplizierte Föhnfrisur zumuten. Und wer jeden Tag das Haar wäscht, kann nicht stundenlang wickeln und stylen.
Kurz oder lang?
Vorteil Kurzhaarfrisur
- Schnell getrocknet
- Auch für feines und problematisches Haar
- Wird weniger strapaziert und ist daher gesünder
- Macht jünger, sieht pfiffig aus
Vorteil Langhaarfrisur
- Weniger Friseurbesuche - exakte Kurzhaarschnitte müssen dagegen alle vier Wochen nachgeschnitten werden
- Wandlungsfähig durch Hochsteck-Frisuren
- Glamour-Effekt durch Lockenstyling und schöne Accessoires
- Sehr feminin
Der richtige Schnitt
Bürstenschnitt
- Die Superlösung für Sportliche und Stylingmuffel
- Für jeden Haartyp, "steht" aber am besten bei glattem Haar
- Auch bei schnell fettendem Haar
- Am besten wirkt er bei kleinen, schmalen Gesichtern mit kleinen Ohren
Bubikopf
- Unkompliziert und jugendlich
- Deckhaar endet auf Ohrenhöhe und kann mit Rundbürste auf Volumen gebracht werden. Kann auch stufig geschnitten und mit Seitenscheitel oder Pony kombiniert werden
- Bei sehr glattem, auch bei feinem Haar geeignet
- Kann Pausbacken optisch ausgleichen, wenn die Fülle am Oberkopf sitzt und die Haare zum Nacken hin schmal fallen.
Pilzkopf
- Schnell gestylt, steht auch älteren Frauen
- Der Pony beginnt bereits beim Oberkopf, der Pilz kann aalglatt oder strubbelig-asymmetrisch sein.
- Feinem Haar verleiht der Pony Fülle
- Super in Blond und mit Strähnchen, wirkt auch bei grauem Haar
- Passt zu langen oder dreieckigen Gesichtern und bei ausgeprägter Stirn
Bob
- Je nach Styling ein wahrer Wandlungskünstler
- Beim Kurzbob endet das Haar in einem Schwung gerade geschnitten auf Mundhöhe, sonst reicht es meist bis Kinn-, aber auch fast Schulterlänge. Mit und ohne Pony tragbar
- Passt zu vielen Haartypen, kann Haarprobleme kaschieren
- Sieht bei dunklem Haar besonders schön aus
- Feines, glattes Haar wirkt mit diesem exakten Schnitt immer gepflegt - vorausgesetzt, es wird regelmäßig nachgeschnitten
- Passt am besten zu schmalen, langen Gesichtern
- Nach außen geföhnte Haarenden können von einem spitzen Kinn ablenken
- Variante Lockenbob: Dauerwellen oder leicht stufig geschnittene Naturlocken fungieren als Weichzeichner für kantige Gesichter.
Langes glattes Haar
- Mit "ausgefransten" Seiten und bei hoher Stirn auch Pony, damit es nicht zu bieder wirkt
- Am schönsten bei glattem, glänzendem, entsprechend gesundem und kräftigem Haar; in allen satten Grundtönen ohne Strähnchen
- Passt zu: ovalen, ebenmäßigen und auch mäßig runden Gesichtern
- Wandlungsfähig: mit Seitenscheitel und Innenwelle für den Abend als Hollywood-Beauty gestylt
- Muss gut gepflegt werden, Spitzen alle sechs bis acht Wochen nachschneiden
Löwenmähne
- Traumfrisur vieler, die aber nicht jedem Typ steht. Nur sehr große schlanke oder stattliche Personen können langes voluminöses Haar gut tragen, denn es "drückt" die Figur optisch. Eine üppige Mähne lässt auch das Gesicht kleiner wirken.
- Bei Naturlocken Haarlänge nach Gesichtsform wählen. Schmeichelhaft und pflegeleicht sind Locken etwas unter Kinnhöhe. Immer leicht durchstufen lassen, damit sie nicht zu schwer wirken und locker fallen. Scheitel oder Ponys möglichst meiden.
- Regelmäßige Spülungen und Kuren nicht vergessen und die Spitzen mit Haarwachs ankneten.







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