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Wenn der Job zum Problem wird

Stress

Gestresste Frau am Schreibtisch

Chronische Arbeitsüberlastung ist eine Hauptursachen für den Burnout.

Am Anfang der beruflichen Karriere geht es oft von Null auf Hundert: Nach einer Phase der Einarbeitung übernimmt man eigenständig Projekte und damit mehr und mehr Verantwortung. Nervenaufreibende Anspannung kannte man bereits von schulischen Prüfungen und Klausuren. Da er sich aber in der Regel nicht in einem konkreten Ereignis, wie einer Klausur, “entlädt“, sollte man im Beruf beginnen, aktiv Stress abzubauen.
Oft entsteht die "Managerkrankheit" nicht durch fremdbestimmte Anforderungen, sondern liegt in zu hohen Ansprüchen an die eigene Person begründet. Lernen Sie deshalb, auch einmal "nein" zu sagen, ehe Sie sich überfordern. Übernehmen Sie nicht überdurchschnittlich viel Arbeit, nur um sich bei Chef und Kollegen beliebt zu machen. Die in Sie gesetzten Erwartungen können Sie später nur schlecht wieder zurückschrauben. Und belastender Stress (sog. Distress) ist auf Dauer gesundheitsschädlich. Er kann zu zahlreichen Erkrankungen - u.a. zu Magen-, Herz- und Kreislaufproblemen - führen. Falls Sie nicht wissen, wie Sie mit dem beruflichen Stress umgehen sollen: Fast alle Krankenkassen bieten Kurse und Seminare zur Stressbewältigung an.

 

Burnout

Das BurnoutSyndrom wörtlich “Ausbrennen" bezeichnet generell eine psychische Verfassung, bei der der Betroffene das Gefühl hat, es wüchse ihm alles über den Kopf. Die Nerven liegen blank und die Arbeit erzeugt mehr Frust als Spaß. Er ist ständig müde und erschöpft. Viele Betroffene haben das Gefühl, ihre berufliche Kompetenz zu verlieren oder im Beruf nicht mehr das leisten zu können, was von ihnen verlangt wird. Ist man ehrgeizig, leistungsorientiert und pflichtbewusst, wirkt dies verstärkend. Oft tritt Burnout nach Überschreiten des Karrierehöhepunkts auf, doch auch junge Menschen sind davon betroffen. Versuchen Sie stets, eine realistische Einschätzung zu bewahren und setzen Sie sich nicht unnötig unter Druck.

Theoretisch kann Burnout bei allen Berufsfeldern vorkommen. Helfende Berufe - und immer häufiger kreative Berufe - aber sind vorwiegend betroffen. Wenn Sie folgende Symptome an sich feststellen, sollten Sie umgehend psychologische oder ärztliche Hilfe aufsuchen:

  • Sie können nicht mehr abschalten. Die Arbeit ist in ihren Gedanken ständig präsent.
  • Sie haben das Gefühl den Anforderungen im Job nicht mehr gewachsen zu sein.
  • Sie fühlen sich ausgebrannt und sehnen sich nach mehr Ruhe.
  • Sie sind ständig müde und leiden gleichzeitig unter Schlafstörungen.
  • Sie haben häufig Stimmungsschwankungen, Kopf- und Magenschmerzen.
  • Sie sehen ggf. momentan keinen Sinn im Leben.

 

Arbeitssucht

Arbeitssüchtig ist derjenige, der regelrecht von seiner Arbeit besessen ist. Er denkt ausschließlich an seine berufliche Tätigkeit, hat keine innere Ruhe und wirkt ständig gehetzt. Oft arbeiten die Betroffenen länger als ihre Kollegen und nehmen sich auch noch Arbeit mit nach Hause. Durch das zwanghafte Verhalten versuchen sie meist, eine innere Leere zu füllen. Arbeitssucht taucht jedoch nicht über Nacht auf. Sie sollten etwas unternehmen, wenn Sie oder andere Personen folgende Auffälligkeiten an Ihnen bemerken:

  • Ihre Gedanken drehen sich nur um den Job. Womöglich arbeiten Sie sogar heimlich in ihrer Freizeit und vernachlässigen Familie und Freunde.
  • Sie erfinden immer öfter Ausreden für Ihre (übertriebene) Mehrarbeit.
  • Sie entwickeln einen ungesunden Perfektionismus und halsen sich stets mehr Arbeit auf.

 

Unternehmen Sie etwas gegen Ihre Arbeitswut, um den Teufelskreis der Sucht zu entkommen. Hier einige Tipps:

  • Entscheiden Sie sich bewusst dafür, sofort etwas gegen die festgestellte Sucht zu unternehmen.
  • Versuchen Sie, Ihre Arbeit zu reduzieren - auch wenn es anfangs schwer fällt.
  • Gehen Sie alten oder neu entdeckten Hobbys nach - das baut Ihr Arbeitspensum automatisch ab.
  • Gehen Sie notfalls zu einer Selbsthilfegruppe oder zu einem Psychologen.
  • Erlernen Sie Entspannungsmethoden wie Autogenes Training oder Yoga.
  • Machen Sie sich bewusst, welche Gefühle oder Leere Sie durch Ihre Arbeitssucht zu verdrängen versuchen.
  • Überlegen Sie, ob ein Jobwechsel bei der Problemlösung hilfreich wäre.
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