wissen.de
Total votes: 157
wissen.de Artikel

Wer war Siddhartha Gautama?

Das Leben eines Suchenden

Die Berichte über das Leben des Buddha wurden schon sehr früh legendenhaft ausgeschmückt. Wer war der Mann, der als Siddhartha Gautama geboren wurde und als "erleuchtetes" Vorbild vieler Anhänger starb? Wahrscheinlich ist, dass der Buddha im 5. - 4. Jahrhundert v. Chr. gelebt und gewirkt hat und in seinem 80. Lebensjahr, nach dem Genuss einer verdorbenen Speise, bei Kushinagara starb. Geglaubt wird, dass er mit seinem Tod die Erlösung aus dem Geburtenkreislauf erreichte.

Vom Luxusleben als Fürst zum bettelarmen Wanderasketen
Ein Yogi

Ein Yogi im Himalaya bei seiner Meditation im Freien.

Der Buddha entstammt dem Fürstengeschlecht der Shakyas, daher sein Beiname Shakyamuni, d.h. der Weise aus dem Shakyageschlecht. Sein Vorname ist Siddhartha, der Familienname Gautama, weshalb er auch oft Gautama Buddha genannt wird. Geboren wird er im Lumbini-Hain bei der Stadt Kapilavastu im nördlichen Indien, die heute in Nepal gelegen ist. Da sein Vater eine hohe Position in dieser Adelsrepublik einnimmt, verbringt Siddhartha ein angenehmes Leben in höfischem Luxus und genießt alle Privilegien. Im Alter von 16 Jahren heiratet er seine Cousine Yashodhara.

Mit den Jahren kommen ihm aber mehr und mehr Zweifel an der Sinnhaftigkeit des luxuriösen Lebens. In seinem 29. Lebensjahr wird der spätere Buddha bei drei Ausritten durch den Anblick eines Kranken, eines Alten und eines Toten an die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens und aller weltlichen Güter erinnert.

Als er dann bei seinem vierten Ausritt einem Bettelmönch begegnet, der heitere Gelassenheit ausstrahlt, beschließt er, sich auf die Suche nach der erlösenden Erkenntnis über das menschliche Dasein zu begeben. So verlässt er kurz nach der Geburt seines Sohnes - in der Nacht der Entsagung - seine Familie und sein bisheriges Leben.

Auf seiner Wanderschaft trifft er zunächst zwei Yogalehrer, von denen er lernt, mittels ekstatischer Praktiken die äußere Erscheinungswelt zu überwinden. Die erhoffte Erkenntnis bleibt aber aus. Unzufrieden mit dem bislang Erreichten entschließt Siddhartha sich, strengste Askese zu üben. Doch auch diese Bemühungen sind fruchtlos. Nachdem er wieder Nahrung zu sich genommen hat, lässt er sich unter einem Pipalbaum, einem Ficus religiosa, auch Bodhi-Baum genannt, zur Versenkungsübung nieder. Auf diese Weise erkennt er im Alter von 35 Jahren die Wahrheit des Mittleren Weges. Und wird zum Buddha - zum "Erleuchteten". Der Buddha empfiehlt als Lebensweg einen mittleren Weg in der Balance zwischen ausschweifendem Leben in Luxus und streng enthaltsamen Leben. Er erkennt die Wahrheit vom Kreislauf der Existenzen und den Weg zur Erlösung aus diesem.

 

... klicken Sie zum Weiterlesen auf den folgenden Button
aus der wissen.de Redaktion; Quelle: Brockhaus
Total votes: 157

Post new comment

0 Kommentare

Filtered HTML

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
This question is for testing whether you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.

Weltreligion zwischen Tradition und westlicher Sinnsuche

Anzeige