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Wie Arbeitgeber im Internet Präsenz zeigen

Junger Angestellter am Rechner
Plattformen wie Xing und Linkedin helfen den Arbeitgebern, im Internet Präsenz zu zeigen und Kontakte zu knüpfen.
Per Zeitungsanzeige auf der Suche nach neuen Mitarbeitern – das gibt es noch. Längst aber ist das Internet zur wichtigen Jobbörse geworden. Das Ringen um qualifizierte Kräfte wird härter. Nicht nur große Industriekonzerne müssen sich im „War for talents“ online etwas einfallen lassen, sondern auch die mittelständischen Unternehmen. Für die Firmenpräsenz im Internet bieten sich zwei Plattformen an: Xing und LinkedIn.

Xing ist im deutschsprachigen Raum die Nummer eins

Neue berufliche Kontakte finden, bestehende Kontakte pflegen – der Ansatz ist bei Xing und LinkedIn sehr ähnlich. Und er ist ein entscheidender Unterschied zu Facebook, wo private Themen dominieren. Xing wie auch LinkedIn können von Privatpersonen wie auch Firmen genutzt werden. Für einen Mittelständler wie beispielsweise den Finanzdienstleister HORBACH ist Xing der logische Tummelplatz. Das Netzwerk verbreitete für das Jahr 2015 Erfolgsmeldungen: Rund 1,6 Millionen Mitglieder hätten sich neu registriert. Zum Ende des Jahres 2015 waren demnach 9,6 Millionen Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz dort angemeldet. Diese Länder sind die entscheidenden Märkte für Xing – und ebenso für HORBACH, das sich auf Finanzplanung für Akademiker und anspruchsvolle Privatkunden spezialisiert hat. Doch LinkedIn ist Xing auf den Fersen: Allein von Anfang 2015 bis zum Frühjahr 2016 hat das Unternehmen die Zahl seiner Mitglieder im deutschsprachigen Raum um zwei auf acht Millionen gesteigert. Die Zahl der Mitglieder weltweit wird mit 433 Millionen angegeben. Das heißt: International tätige Unternehmen kommen ohne LinkedIn nicht aus.

Wichtige Plattformen für Unternehmen

Bei Xing und LinkedIn geht es um den Kampf um die besten Köpfe, so formuliert es Xing selbst. Auf dieser Plattform können sich Unternehmen ohne falsche Bescheidenheit vorstellen. Der Nutzer kann das Unternehmen so auf den ersten Blick einordnen. Einen Klick weiter warten die Neuigkeiten. Wurde gerade wie im Falle HORBACH ein Kunden-Innovationspreis gewonnen, hier erfährt es der Interessent – und er muss es erfahren, schließlich soll das Unternehmen möglichst gut dargestellt werden. Natürlich finden sich unter den Neuigkeiten auch die aktuellen Stellenangebote. Der Aufbau bei LinkedIn ist ähnlich, die offenen Jobs sind auf Unternehmensseiten schnell gefunden. Ein wesentlicher Unterschied zu Xing: LinkedIn setzt deutlich mehr auf die Interaktion der Nutzer. Texte werden erstellt, geteilt und kommentiert. Das ist neben der internationalen Ausrichtung eine mögliche Erklärung für das schnelle Wachstum des Netzwerks.

Gratis oder kostenpflichtig – die Möglichkeiten der Präsentation

Aber auch Xing wächst weiter und gilt daher als unverzichtbar im Bereich der beruflichen Kontakte. Kein Wunder: Unternehmen schaffen sich mit ihrem Auftritt bei Xing eine virtuelle Visitenkarte. Sie können Nachrichten und Stellenanzeigen veröffentlichen, automatisch wird eine Mitarbeiterliste mit den Angestellten erstellt, die bei Xing registriert sind. Denn jeder Kontakt eines Mitarbeiters ist ein potenzieller Kontakt für das Unternehmen. Diese Möglichkeiten eröffnet das kostenlose Gratisprofil bei Xing. Mit dem Employer Branding Profil jedoch steigen die Chancen der Präsentation erheblich. Wie ist der Arbeitsalltag? Was zeichnet das Unternehmen als Arbeitgeber aus? Warum sind die Angestellten gern dort? Solche Fragen können mit Bild, Text und Video beantwortet werden, die Firma wird erlebbar. Dies geschieht mit großer Reichweite: Werbung für das Unternehmen wird beispielsweise auf den Profilen von Mitbewerbern eingeblendet. Das allerdings hat bei Xing seinen Preis. Je nach Unternehmensgröße werden mindestens 395 Euro im Monat für ein Employer Branding Profil fällig. LinkedIn dagegen ist weitestgehend kostenlos, spezielle Werbeformen sind buchbar.

Keine Angst vor der Bewertung durch Mitarbeiter

LinkedIn will das Unternehmen als Ganzes präsentieren, seine Marke, seine Produkte und die Karrierechancen. Xing will das grundsätzlich auch, doch der Schwerpunkt ist die Suche nach Arbeitskräften. Unternehmen erhalten dabei die Gelegenheit, sich als Wunsch-Arbeitgeber zu präsentieren. So führen Unternehmen eine Reihe von Vorteilen für Mitarbeiter auf – von flexiblen Arbeitszeiten bis zur Duldung von Hunden im Büro. Bei Xing ist das Employer Branding Profil mit der Plattform Kununu verbunden, auf der Arbeitnehmer ihre Firmen bewerten. Davor sollten die Unternehmen keine Angst haben, denn solche Rückmeldungen sind in jedem Fall wertvoll. Und wer im Schnitt mehr als vier Sterne erhält, hat bei der Suche nach Bewerbern sehr gute Karten.

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