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Wie fremd sind Fremdwörter? Teil II

Französisch und weniger verbreitete Sprachen

Auf Spurensuche

Von Affäre (französisch) bis Zoff(hebräisch-jiddisch), von Advokat (lateinisch) bis Zoom (englisch) - das Wahrig Fremdwörterlexikon enthält etwa 55 000 so genannte Fremdwörter, von denen uns manche gar nicht so fremd vorkommen. Jeder Kontakt der germanischen bzw. deutschen Sprachgemeinschaft mit einer anderen Kultur hat Spuren in der Sprache hinterlassen, die im Allgemeinen als Entlehnungen, Lehnwörter oder eben Fremdwörter bezeichnet werden. Sie zeugen von Neuerungen in Technik und Wissenschaft, von Modeströmungen und Ideologien sowie von anderweitigem kulturellen und historischen Geschehen. Heute noch lassen sich die genannten Entwicklungen in früheren Epochen anhand derjenigen Fremdwörter nachvollziehen, die damals in den Wortschatz übernommen wurden. Daher sind auch nicht mehr gebräuchliche Entlehnungen wichtig für das Verständnis vergangener Zeiten, in denen man beispielsweise den Bahnsteig Perron und einen unbeschwerten jungen Menschen Galopin nannte.
Nachdem im ersten Teil unserer Reihe “Wie fremd sind Fremdwörter?“ (siehe “Zum Thema“ am Ende dieses Specials bzw. Archiv “Wissenswert“ in der Hauptnavigation) die alten Sprachen Latein und Griechisch sowie die romanischen Sprachen Italienisch und Spanisch behandelt wurden, geht es hier um den Einfluss des Französischen. Außerdem berichtet das vorliegende Special von Lehnwörtern aus hierzulande weniger verbreiteten Sprachen, vom Arabischen über indische Sprachen bis zum Slawischen. Auch Übernahmen aus der Sondersprache Jiddisch kommen zur Sprache.

Dem Adel aufs Maul geschaut

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