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Wie viel Fleisch und Wurstwaren sind gesund für den Körper?

Fleisch ist ein wertvoller Lieferant von Proteinen und gesund – wenn die Qualität stimmt und man es in der richtigen Dosis zu sich nimmt. Optimaler Weise kommt nur jeden zweiten Tag Fleisch auf den Teller oder Wurst auf das Brot. Höhere Mengen an Fleischwaren verstärken das Risiko, an Diabetes oder Krebs zu erkranken sowie einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu bekommen, sagen Ernährungswissenschaftler. Worauf es beim Fleischkonsum ankommt, erfahren Sie hier.

Grillfleisch
Fleisch ist ein wertvoller Lieferant von Proteinen und - in Maßen genossen - gesund.
Organismus nicht auf übermäßigen Fleischverzehr angelegt

Wer morgens schon Wurst auf das Frühstückbrot legt, sollte abends auf eine weitere Portion Fleisch verzichten – und andersherum. Das empfiehlt der bekannte Ernährungswissenschaftler Sven-David Müller. So bleibe der Konsum automatisch auf einem Niveau, das dem Organismus nicht schade. „Wir sind keine Wohlstandssäugetiere. Unsere Körper sind nicht auf ständigen massiven Überfluss angelegt, deshalb leidet die Gesundheit“, sagt Müller in einem Interview mit bild.de.

Fleisch ist ein wichtiger Lieferant von Proteinen. Da sie den körpereigenen Stoffen sehr ähnlich sind, haben sie eine hohe Wertigkeit für den Organismus – er kann die Proteine sehr gut in Körpereiweiße umbauen. Die braucht man für ein starkes Immunsystem und den Aufbau von Muskeln.

Keine Aromen und Geschmacksverstärker bei Schwarz Cranz aus Niedersachsen

Generell sollten Konsumenten auf gute Qualität achten. Den Durchblick zu behalten ist aber nicht einfach, denn die ungebrochen hohe Nachfrage nach günstigem Fleisch lässt immer mehr Fleischfabriken und somit Wettbewerb entstehen. „Auf dem Markt gibt es ja mehr Wurstfabriken, als einem lieb sein kann. Die arbeiten mit Dumpingpreisen, da wird einem ganz anders“, sagt auch Branchenkennerin Kristin Schwarz in einem Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“.

Obwohl Kristin Schwarz an der Spitze des niedersächsischen Fleischbetriebs Schwarz Cranz steht, isst sie nicht jeden Tag Fleisch. Und setzt voll auf Qualität: Um besonders hochwertige Produkte anbieten zu können, mischt Schwarz Cranz weder Geschmacksverstärker noch Aromen in die Fleisch- und Wurstwaren. Zucker kommt nur dort hinein, wo man nicht auf ihn verzichten kann – zum Beispiel in Bratwürste, die durch den Zuckeranteil in der Pfanne braun werden.

Woran man gute Qualität erkennt

Generell kann man Fleischprodukten schon in der Thekenauslage ansehen, ob sie hochwertig sind. Wenn viel Feuchtigkeit austritt, deutet das auf schlechte Qualität hin. Ein Indiz, dass nicht unbedingt für gutes Fleisch spricht, ist die rote Farbe: Damit das Fleisch rosig bleibt, wird es unter Schutzgasatmosphäre verpackt. Diese Methode führt dazu, dass sich Sauerstoff unterhalb der Folie bildet. Reagiert er mit der Fleischoberfläche, entsteht ein ranziger Geschmack. Auch die Marmorierung und ein Drucktest können über die Qualität des Fleisches Auskunft geben.

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